Asiens kommende Ära der Unvorhersehbarkeit

Warum die Krise in Hongkong und eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Südkorea und Japan nur den Beginn einer weiteren Phase des Wandels in Asien darstellen.

Als die US-Marines 1942 in brutale Inselkämpfe mit den Japanern verwickelt waren, ohne dass ein Ende abzusehen war, lehrte Nicholas J. Spykman, ein niederländischer amerikanischer Stratege, an der Yale University. Dieser sah eine Allianz zwischen den Vereinigten Staaten und Japan nach dem Krieg gegen China voraus, damals ein kritischer Verbündeter der USA in Kriegszeiten.

Japan, so argumentierte er, sei sowohl loyal als auch nützlich: Die Vereinigten Staaten müssten die Seewege schützen, damit sie Lebensmittel und Öl importieren könnten, während die große Zahl der Verbraucher die Grundlage für eine starke Handelsbeziehung bilden würde. Auf der anderen Seite, sagte er, werde China irgendwann als mächtige und gefährliche Kontinentalmacht aus dem Krieg hervorgehen, gegen die sich die Vereinigten Staaten ausgleichen müssten.

Spykman wies auch darauf hin, dass Japan in Bezug auf das asiatische Festland das Äquivalent zu Großbritannien sein würde: ein großer Verbündeter der Vereinigten Staaten vor der Küste. Spykman, der im folgenden Jahr an Krebs gestorben war, hat seine Voraussagen nie erlebt. Tatsächlich war es eine Vision, die Asien definieren und stabilisieren und es für fast ein dreiviertel Jahrhundert zu Frieden und wirtschaftlichem Wohlstand verhelfen würde.

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Ein Kommentar

  1. Obwohl sie für die westliche Hemisphäre nahezu alle gleich aussehen unterscheiden sie sich doch gewaltig von uns in Politik, Kultur und Religion und die Festlandchinesen sind seit Mao Atheisten, wenige Konfuzianer, die Koreaner sind Buddisten und Konfuzianer, die Japaner sind Shintoisten und glauben an Naturgötter, die Phillipinen sind Christen, und die Indonesier sind Muslime und alle zusammen eint ein Merkmal, sie sind sehr nach innen angelegt und wenn sie sich in der Vergangenheit bekriegt haben, dann wurde dies mit großer Härte und Brutalität durchgeführt und in diesem Punkt können sie sich alle die Hand reichen und ihre traditionelle Zwietracht ist vergleichbar mit den Europäern bis 1945, wobei sich diese darin unterscheiden, daß sie vergleichsweise wenig unterschiedliche Weltanschauungen vertreten, da ist der Sozialismus/Kommunismus und die christliche Einheitsreligion, zwar leicht nuanciert, aber dennoch bei Auseinandersetzungen ebenso brutal wie bei den Asiaten und weiterhin unterscheiden sie sich in ihrer ständig wechselnden Bündnispolitik, was bei den Asiaten nicht so im Vordergrund steht und dennoch sind ihre kriegerischen Akte in den ganzen Jahrhunderten nicht über ihre ethnischen Grenzen hinausgegangen im Vergleich zu den Angelsachsen und den romanischen Völkern, die die ganze Welt erobert haben und sich nun wundern, wenn diese entweder zu uns kommen oder durch uns partizipieren wollen und das könnte die Retourkutsche für all die Unterdrückerjahre sein, die von uns ausgingen und wollen wir hoffen, daß sie nicht im Gegenzug die gleichen Ambitionen haben uns einmal zu knebeln, denn wir sind nicht immer sorgsam mit ihnen umgegangen und es könnte immer noch auf uns zurückschlagen und meistens kommt es dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

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