Migranten aus Afrika bei der Umsiedlung nach Europa - Bild: Flickr / Brainbitch CC BY-NC 2.0

Deutschland erwartet für dieses Jahr eine weitere Abnahme der Zuwanderungszahlen bei den Asylmigranten. Die Zuwanderung verbleibt dennoch auf einem hohen Niveau.

Von Michael Steiner

Waren es im Jahr 2018 insgesamt (netto) noch rund 165.000 Zuwanderer die nach Deutschland kamen, dürfte die Zahl nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums in diesem Jahr auf etwa 140.000 bis 150.000 sinken. Dies entspricht einem Minus von rund zehn Prozent.

„Bis Ende Juni 2019 haben wir eine Zuwanderung von rund 69.000 Personen“, so Helmut Teichmann, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, gegenüber der „Bild am Sonntag“. Zur Ermittlung der „Nettozuwanderung“ werden die Erstanträge auf Asyl (im ersten Halbjahr 2019 rund 73.000), der Familiennachzug (14.000) und humanitäre Aufnahmen (1400) zusammengerechnet. Abgezogen werden die Rückführungen (13.000) sowie die freiwilligen Rückkehrer (6.800).

Das heißt, die EU-Binnenmigration wird in diesen Zahlen nicht berücksichtigt, sondern die Asylmigration. Das heißt, auch in diesem Jahr wird die Zahl der Asylmigranten in Deutschland wieder steigen.

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Probleme gibt es allerdings immer noch bei Abschiebungen und Rückführungen. Mehr als die Hälfte sind im ersten Halbjahr gescheitert. Eigentlich sollten bis Ende Juni etwa 28.500 abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückgeführt werden. „Bis Ende Juni 2019 scheiterten dieses Jahr bisher rund 15.500 Rückführungen, etwa 13.000 waren erfolgreich“, sagte Teichmann.

Rund 90 Prozent aller missglückten Rückführungsversuche scheiterten laut Teichmann bereits vor der Übergabe der Abzuschiebenden von den Ländern an die Bundespolizei, die die Rückführungen vornimmt. „Hauptgrund war, dass die Migranten abgetaucht oder nicht auffindbar waren“, so Teichmann. Zudem scheiterten 2.022 per Flugzeug geplante Abschiebungen kurz vor der Durchführung – oft wegen Widerstand gegen die Bundespolizisten. Teichmann: „Die hohe Zahl von 873 Fällen von Widerstandshandlungen gegen Beamte ist besorgniserregend.“

In 335 Fällen verweigerten Pilot oder Fluggesellschaft den Mitflug der Abzuschiebenden. 250 Migranten waren wegen ihres Allgemeinzustands nicht reisefähig. Aus medizinischen Gründen scheiterten weitere 79 Abschiebungen. In 20 Fällen versuchten die Abzuschiebenden, sich selbst zu verletzen oder sogar umzubringen.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Zuwanderung von 140 – 150 Tsd. feiern die als Erfolg und das ist die Größe einer Großstadt und wer soll denn das alles finanzieren, von der Wohnung über den kompletten Unterhalt angefangen bis hin zu Sicherheitsaspekten und die haben doch einen an der Waffel, wer so etwas zuläßt ist ein Demagoge durch und durch und vergeht sich auch an deutschem und europäischem Recht und solche Typen haben hier nichts mehr verloren, denn man muß sich mal vorstellen, weitere Drittweltstaaten-Bürger kommen auf die gleiche Idee, das ist doch garnicht mehr zu schaffen und wir gehen mit ihnen unter und deshalb müssen sie weg, sollen sie andere beglücken, hier haben sie nichts mehr zu suchen.

  2. Sind das die Menschen, die übers Meer kamen
    oder all die, die Nacht für Nacht eingeflogen werden
    oder der sogenannte Familiennachzug
    oder oder oder

    Grundsätzlich wird hier Tag für Tag gegen das Grundgesetz verstoßen
    und wer weiss gegen welche anderen Rechte und Gesetze der Deutschen,
    die immer ärmer werden,
    deren Kultur und Traditionen mutwillig zerstört werden,
    deren Sozialsystem und Generationenvertrag auf Handschlag –
    getroffen FÜR die Deutschen/Deutschen Länder
    ausgeblutet wird
    etc. etc.
    https://www.wissensmanufaktur.net/wp-content/uploads/2019/08/wolfgang-berger-welche-demokratie.pdf
    https://krisenfrei.com/heureka/

  3. Zu wenig Asylmigranten???? Depremierend? Aber keine Angst, abwarten, bis die Wahl in Österreich vollzogen ist. Außerdem kommen auf alle möglichen Wegen Nette , sicher nicht mehr Wanderer oder Schwimmer, ständig zu uns. Schrecklich traurig, wenn keine kommen würden. Wie würde man denn die leeren Straßen und leeren Städte in der EU denn dann aushalten???Wie lebten wir denn bis vor 5 Jahrendamit? Darf auch nicht sein. Wurde für das Gegenteil, immer mehr Menschen überall, schon sehr viel Geld in diese Migrationswaffe investiert. Profit muß endlich her….Abwarten, kommen sicher bald viele Lieblinge, um die EU aufzufüllen. Freuet, freuet euch, …………..kommen sicher bald. Nicht schluchzen, kommen die ja bald.

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