Sollte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro freiwillig zurücktreten, würden die USA keine Strafverfolgung gegen ihn einleiten, so ein Angebot Washingtons.

Von Redaktion

Der Gesandte von Präsident Trump für Venezuela, Elliott Abrams, hat ein Angebot für den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro: Geben Sie die Macht freiwillig ab und die Vereinigten Staaten werden Amnestie gewähren. Während Abrams sagt, dass er keine Anzeichen dafür sieht, dass Maduro zurücktreten wird, war gemäß der New York Times sein Angebot darauf ausgelegt, eine Nachricht zu senden.

„Wir sind nicht hinter ihm her. Wir wollen, dass er einen würdigen Ausgang hat und geht“, sagte Abrams. „Dies ist keine Verfolgung.“ Und weiter: „Wir wollen Sie nicht strafrechtlich verfolgen, wir wollen Sie nicht verfolgen. Wir wollen, dass Sie die Macht abgeben.“

Letztes Jahr behauptete das US-Finanzministerium, dass Maduro vom illegalen Drogenhandel profitiert habe – allerdings wurden Anklagen zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen.

Wie die NYT feststellt: „Die weicheren, wenn auch pragmatischen Appelle stehen in scharfem Gegensatz zu den acht Monaten der Sanktionen, der internationalen Isolation und den Drohungen der Trump-Administration für eine Militärintervention gegen Maduro und seine Loyalisten, denen vorgeworfen wird, sie hätten Macht gehortet und vergangenes Jahr Wahlen manipuliert.“

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Letzte Woche sagte Präsident Trump, dass die Gespräche zwischen dem Weißen Haus und der Regierung von Maduro „auf sehr hohem Niveau“ laufen. Stunden später bestätigte Maduro, dass er seine Beamten ermächtigt hatte, geheime Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten aufzunehmen. „Sicher, es hat Kontakt gegeben und wir werden weiterhin Kontakt haben“, sagte Maduro.

Abrams, der am Dienstag sowohl gegen Trump als auch gegen Maduros Aussagen vorging, sagte, das sei unwahr.

„Die Vorstellung, dass wir verhandeln, ist völlig falsch“, sagte Abrams und fügte hinzu: „Und die Vorstellung, dass es ein Kommunikationsmuster gibt, ist falsch. Es gibt zeitweilige Botschaften, und ich denke, die Leute würden die gelegentlich von Washington gesendete Botschaft als völlig vorhersehbar empfinden: ‚Sie müssen zur Demokratie zurückkehren. Maduro muss die Macht verlassen.'“

Doch warum sollte Präsident Maduro etwas auf die US-Angebote geben? Es ist weithin bekannt, dass das Wort von US-Politikern oftmals nicht viel Wert ist und selbst wenn ihm Washington Amnestie gewährt – was ist mit den venezolanischen Behörden im Falle eines Regimewechsels? Glaubt jemand ernsthaft, dass ein Juan Guaido (der ohnehin kaum mehr Rückhalt in der venezolanischen Opposition hat) oder ein anderer konservativer bzw. rechtsgerichteter Nachfolger auf dem höchsten Amt des Staates sich darum schert?

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2 thoughts on “USA bieten Maduro Amnestie an”

  1. Hahaha ich musste echt lachen bei dem Artikel.
    Die Amis, den darf man gar nichts glauben. Jedes Abkommen ist eine einzige farce.
    Und dann dieses Aufzwingen von „Demokratie“ oder sollte ich eher sagen von US-Marionetten die brav die Beine aufmachen und die Rohstoffe für ein appel und n Ei an die Amis verscherbeln bzw ausplündern lassen.

  2. „Wir sind nicht hinter ihm her. Wir wollen, dass er einen würdigen Ausgang hat und geht“,

    An Hohn und Zynismus nicht zu überbieten.
    Das Profil ist immer noch das gleiche.

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