Die USS Green Bay. Bild: US-Navy

Mitten in den ohnehin schon erhöhten Spannungen zwischen China und den USA schickt Washington erneut ein Kriegsschiff zu Provokationszwecken durch die Taiwanstraße.

Von Redaktion

Mit dem bevorstehenden 70. Jahrestag der Gründung der KP Chinas und einer aggressiveren Handelshaltung Pekings am Freitagmorgen durch Androhung von Vergeltungszöllen wählten die USA den besten – oder schlechtesten – Zeitpunkt, um Peking zu provozieren, als am Freitag ein Marineschiff durch die Taiwanstraße fuhr. Dies ist die neueste Aktion der „Freiheit der Navigation“ der Marine oder „Freeop“.

Washington hat seine antagonistischen Operationen in der Taiwanstraße tatsächlich verstärkt, da die Spannungen mit Peking in diesem Jahr zugenommen haben. Die Mission am Freitag könnte die Spannungen noch weiter verschärfen, da Peking die internationalen Mächte davor gewarnt hat, sich in seine Beziehungen zu Taiwan einzumischen, oder zu riskieren, Pekings Zorn zu provozieren.

Einmischung ist genau das, was die USA getan haben, und Anfang dieses Monats prangerte Peking den Verkauf von Waffen im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar an Taiwan durch die USA an. Peking hat den Druck erhöht, seine Souveränität über die Insel zu behaupten, die es als eigensinnige Provinz betrachtet.

Commander Reann Mommsen, eine Sprecherin der Siebten Flotte der US-Marine, sagte, die Operation auf der 111 Meilen breiten Wasserstraße zwischen Taiwan und China zeige „das Engagement der USA für einen freien und offenen Indopazifik“.

Mommsen identifizierte das Schiff als Green Bay, ein amphibisches Transportdockschiff, was auf einen möglichen Seetransport zur umstrittenen Insel hindeutet. Typischerweise werden diese Missionen mit Schiffen der Zerstörerklasse durchgeführt.

Taiwans Verteidigungsministerium erklärte in einer Erklärung, dass das Militär der Insel die Lage in der Straße vollständig erfasst und genau überwacht habe. Washington hat keine formellen Beziehungen zu Taiwan, aber die USA sind gesetzlich verpflichtet, bei einem Angriff zur Verteidigung des Inselstaates beizutragen. Die USA sind auch der Hauptwaffenlieferant.

In Peking selbst wird diese Aktion mit Missmut betrachtet. Der chinesischen Führung ist klar, dass die Amerikaner es darauf anlegen, die Volksrepublik bis aufs Äußerste zu reizen. Dennoch will man nicht das Gesicht verlieren und die US-Marine ohne Konsequenzen zu ziehen gewähren lassen.

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2 KOMMENTARE

  1. Dieser vaterländische Krieg gegen die kommunistischen Festlandchinesen könnte Milliarden in die US-Kasse spielen und wer weiß, ob man zur Zeit deren Nerven testet, denn verhindern können sie eine Durchfahrt in internationalen Gewässern nicht und deshalb kommt es auch darauf an, wer zuerst abdrückt, denn die Welt soll ja vorher noch sehen wie alles friedlich zugeht und der Böse hat dann die A…karte und wird dann auch noch zum Imageschaden zusätzlich gegrillt und da sollen ja wie man weiß, manche keine Hemmungen haben, die richtige Voraussetzung ist wichtig, alles andere ergibt sich dann von allein und manche können ja aus der Vergangenheit heraus ein Lied davon singen.

  2. Naja, da können die Chines ja auch unter dem Motto: „Freiheit der Navigation“ die Karibik mit paar Kriegsschiffen besuchen !

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