Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Politiker werden immer öfter zum Ziel von gewalttätigen Übergriffen. Dabei sind hauptsächlich AfD-Politiker Opfer solcher Angriffe. Mehr als die Hälfte der Attacken galten der Partei und ihren Vertretern.

Von Redaktion

Die Behörden registrieren immer mehr Gewalttaten gegen Politiker und Parteivertreter. Wie die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der AfD berichtet, stieg die Zahl der Straftaten mit diesem Angriffsziel vom ersten zum zweiten Quartal von 217 auf 372. Von den insgesamt 589 Angriffen galten 295 Repräsentanten der AfD.

Im zweiten Quartal lag vor allem die Schlussphase des Europawahlkampfs. Neben 181 Angriffen auf AfD-Repräsentanten im zweiten Quartal galten 56 Attacken Vertretern der CDU, 45 der SPD, 32 den Grünen, 20 der Linken, elf der FDP und vier der CSU. 100 Straftaten wurden im Zusammenhang mit Angriffen auf Parteieinrichtungen registriert. Auch hier waren Gebäude der AfD allein 53 Mal betroffen, zwölf Mal traf es die Linke, elf Mal die SPD, sechs Mal die Grünen, drei Mal die FDP und einmal die CDU.
Bezogen auf das gesamte erste Halbjahr wurden Vertreter der AfD 295 Mal angegriffen, jene der Union 76 Mal, jene der SPD 66 Mal, jene der Grünen 51 Mal, jene der Linken 29 Mal und jene weiterer Parteien insgesamt 15 Mal. Damit hatten die AfD-Politiker deutlich mehr als die Hälfte aller Übergriffe zu verzeichnen.

„Linksextremisten haben auch vor den Europawahlen versucht, den politischen Konkurrenzkampf mit antidemokratischer Gewalt zu verzerren“, kritisierte AfD-Innenexperte Martin Hess. Er forderte einen „gesamtgesellschaftlichen Konsens, der Rechts- und Linksextremismus gleichermaßen verurteilt“.

In den Medien werden hingegen vor allem Übergriffe und Angriffe auf Politiker der etablierten Parteien thematisiert. So zum Beispiel auch die „Hau ab!“-Rufe gegenüber Grünen-Chef Robert Habeck beim Wahlkampf im Osten oder wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel von der unzufriedenen Bevölkerung beschimpft wird.

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