Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump -Bild: Flickr.com / NATO North Atlantic Treaty Organization CC BY-NC-ND 2.0

In Sachen Iran-Konflikt fühlt sich Trump wegen eines Medienberichts von seinem französischen Amtskollegen brüskiert. Er weist ihn scharf zurecht.

Von Redaktion

Präsident Trump äußerte sich am Donnerstag auf Twitter, um seine Enttäuschung über die US-Kampagne zum Ausdruck zu bringen, mit der die Iraner nach dem einseitigen Rückzug des Weißen Hauses aus dem Atomabkommen von 2015 wieder an den Tisch gebracht werden sollen, um „ein besseres Geschäft auszuhandeln“. Der Deal, der unter Obama vermittelt wurde, sei ein schlechter. Er kritisierte EU-Länder, insbesondere Frankreich, für die Aussendung gemischter Signale.

„Der Iran steckt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten“, erklärte Trump. „Sie wollen verzweifelt mit den USA reden…“. Natürlich deuten alle Beweise auf etwas anderes hin. So wurde Irans Außenminister Zarif nur deshalb mit Sanktionen belegt, weil er die Drohungen Washingtons ignorierte. Die Amerikaner warnten ihn, sollte er nicht zu Gesprächen nach Washington kommen, werde man ihn mit Sanktionen belegen. Er ließ sich nicht erpressen und wurde daraufhin bestraft. Sieht so eine iranische Verzweiflung aus?

Der US-Präsident beschuldigte daraufhin die europäischen Mächte, die Bemühungen der US-Politik zur Senkung der iranischen Ölexporte auf null zu vereiteln. „Ich weiß, Emmanuel meint es gut, wie alle anderen auch, aber niemand spricht für die Vereinigten Staaten außer den Vereinigten Staaten selbst.“

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Ein Bericht in der wichtigen Publikation „Al Monitor“ aus dem Nahen Osten behauptete, Macron habe den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani eingeladen, sich Ende August mit Trump auf dem G7-Gipfel in Biarritz zu treffen. In einem Nachbericht von Reuters wurde jedoch ein französischer Diplomat zitiert, der diesen Bericht als falsch bezeichnet. Der Reuters-Artikel stellte eindeutig fest:

„Der iranische Präsident Hassan Rouhani wurde nicht zum G7-Gipfel dieses Monats eingeladen, sagte ein französischer Diplomat am Mittwoch und lehnte einen Medienbericht ab, der veröffentlicht wurde, als europäische Führer nach einem Weg suchten, die aufbrauende Konfrontation zwischen Teheran und Washington zu entschärfen.“

Während Trump in seinem Tweet nicht genau spezifizierte, worauf er sich bezog, waren seine Worte anscheinend auf die Berichte gerichtet, die darauf hindeuteten, dass Frankreich behauptete, mit Unterstützung der USA zu handeln, während es gleichzeitig die US-Sanktionen umging. Unter anderem auch jene des US-Finanzministeriums gegen Außenminister Javad Zarif.

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