Bild: Pixelio.de / Paul Georg Meister

Weil die fehlende Nennung der Herkunft von Tätern in den Medien immer wieder zu Spekulationen der Leser führt, soll diese künftig immer angeführt werden. Dies fordert NRW-Integrationsminister Stamp.

Von Redaktion

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hat nach den Debatten um Räumungen des Düsseldorfer Rheinbades angeregt, dass Medien systematisch die Herkunft mutmaßlicher Täter nennen. „Wenn, dann müsste man die Herkunft eigentlich bei jedem Delikt nennen, auch wenn es dann bizarr wird“, sagte Stamp der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Er mache zwar keine Vorgaben, weil dies der Presserat im Pressekodex tue. Allerdings: „In den Kommentarspalten im Internet wird, wenn keine Herkunft in dem Bericht genannt wurde, schnell spekuliert, dass es jemand mit Einwanderungsgeschichte war. Das ist ein Problem“, sagte Stamp.

Der FDP-Politiker berichtete, dass es auch in seiner Jugend spannungsgeladene Situationen in Schwimmbädern gegeben habe, etwa Provokationen von pubertierenden Jugendlichen. „Aber wir haben die Ansagen der Bademeister sofort akzeptiert – auch einen Rauswurf“, sagte Stamp.

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Er sei selbst einmal aus dem Bad geworfen worden: „Wir haben im Hallenbad einen Vier-Mann-Turm gebaut, drei Leute waren auf meinen Schultern. Als wir umgekippt sind, hat der Bademeister gesagt: Raus.“ Stamp: „Das war mit 16, aber natürlich Unfug.“

Viele Medien nennen die Herkunft von Tätern in ihren Berichten nicht, weil sie befürchten, dies könne ausländerfeindliche Ressentiments stärken.

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