Das Kandidatenduo Schwan und Stegner will im Falle eines Sieges bei der Wahl zum SPD-Vorsitz eine Koalition mit Grünen und Linkspartei anstreben.

Von Redaktion

Gesine Schwan und Ralf Stegner treten als Bewerberduo für den SPD-Vorsitz an. „Wenn wir sozialdemokratisch regieren wollen, dann geht das nur mit Rot-Rot-Grün“, sagte Schwan der „taz“. „Da sehe ich überhaupt keine andere Chance“, so die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission.

Stegner pflichtete ihr bei: „Im Augenblick ist eine progressive Mehrheit in Deutschland nur zu erzielen in einer Koalition mit Grünen und Linkspartei.“ Gleichwohl sprachen sich beide gegen eine frühzeitige Aufkündigung der Großen Koalition aus, wie es andere Bewerber um den SPD-Vorsitz fordern. „Wir haben Gutes erreicht, verkaufen das nicht immer so gut“, sagte Stegner.

Entscheidend sei nun, „ob wir strategisch wichtige Fragen im zweiten Teil der Legislaturperiode noch gemeinsam hinkriegen“. Als Beispiele nannte der stellvertretende SPD-Vorsitzende „eine Grundrente, die den Namen verdient, einen ökologischen Umbau der Wirtschaft, der wirklich sozialverträglich ist, und eine Friedenspolitik ohne Rüstungsexporte in Kriegsgebiete und an Diktaturen“. Wenn SPD und Union solche Fragen gemeinsam lösen könnten, dann könne die Koalition bis zur Bundestagswahl zu Ende geführt werden. „Ansonsten muss man früher selbstbewusst in den Wahlkampf gehen“, so Stegner.

Sie finde es „völlig falsch, einen im Grunde taktischen Schritt, nämlich raus oder rein in die Koalition, zu einem Selbstzweck zu machen“, sagte Schwan. „Es gibt keine vernünftige Politik ohne Abwägen.“ Sowohl Schwan als auch Stegner kritisierten den Zustand der SPD. „Der Mangel an innerparteilicher Solidarität und Anerkennung ist offensichtlich und stößt auch viele Menschen ab“, sagte Schwan.

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„Solidarität ist kein Museumswert“, ergänzte Stegner. „Wenn die SPD sie nicht praktisch anwendet, dann überzeugen wir auch andere nicht davon, dass wir das ernst meinen.“

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7 thoughts on “SPD: Mit Schwan & Stegner zu Rot-Rot-Grün”

        1. Staatsschutz? Ein Wort mit Brisanz, das gleich mehrere neue Fragen aufwirft als eine klare Antwort ergibt.
          Ihm gebürt der Stellenwert ganz oben auf der Liste der Unwörter, zumindest für die Epoche der letzten 60 Jahre.

  1. Da glaube ich keineswegs daran, denn solange die Obermarxistin noch das Sagen hat, wird sie mit den grünen Marxisten eine Koalition eingehen, denn sie wird freiwillig nicht das Feld räumen und Schwarz/Grün/Gelb reicht allemal und egal was kommt, die Bürger sind ehedem die Gehörnten, denn wer sich der Weltanschauung dieser linken Typen jeglicher Colleur beugen muß hat keine guten Karten, da hätte man schon viel früher einschreiten müssen, aber den meisten war die Politik egal, da waren andere Dinge wichtiger und diese Situation haben sie reichlich für ihre Interessen ausgenützt und die Blauen sind der verzweifelte Versuch, das Rad zu wenden, wobei diese linken Vögel ein ganz perfides Mittel aufgrund unserer Geschichte einsetzen, sie verunglimpfen alle, die eine andere Meinung vertreten als Nazis und schon werden sie still und wenn das noch etwas mit eigenständigem Denken zu tun hat, dann kann man sein Gehirn ja gleich an der Garderobe abgeben, das braucht man dann wirklich nicht mehr.

  2. Keine Frage,Herr Stegner und Frau Schwan bieten etwas für unser Geld.
    Sie haben einen ausserordentlichen Unterhaltungswert,aber sie dürfen nicht nachlassen und eventuell müssen sie Herrn Kevin Kühnert mit ins Boot holen,denn Herr Heiko Maas und Frau Sawsan Chebli sind meinen beiden Favoriten dicht auf den Fersen.
    Das kann spannend werden.

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