Scholz-Kandidatur: Kontinuität statt linker Revolte

Olaf Scholz will nun doch SPD-Vorsitzender werden. Er ist eine Kampfansage an den linken Parteiflügel.

Von Michael Steiner

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat laut dem „Spiegel“ angekündigt, nun doch für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Bislang lehnte er dies stets ab, weil er mit seinem Job ausgelastet sei. Doch weil niemand aus der ersten Reihe der Partei den Posten übernehmen wollte, will er sich dies offenbar nun antun.

Scholz habe am Montag dieser Woche in einer Telefonschalte mit den kommissarischen SPD-Vorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel gesagt: „Ich bin bereit anzutreten, wenn ihr das wollt“. Widerspruch habe sich in der Telefonkonferenz nicht geregt. Nun suche er eine Tandempartnerin, mit der er als Doppelspitze antreten kann.

Allerdings ist seine Kandidatur auch eine Kampfansage an den linken Parteiflügel und die Jusos. Scholz gilt als vehementer Unterstützer der GroKo und als eher zentristisch orientiert. Wenn er mit einer Tandem-Partnerin antritt, die ebenso orientiert ist, wird die Abstimmung um den SPD-Vorsitz auch zu einem Votum über den künftigen Kurs der Partei.

Mit Scholz an der Spitze wird ein bundesweites Bündnis aus SPD, Grünen und Linken schwieriger umzusetzen sein als mit so manch anderen Kandidaten, die sich um den Vorsitz bemühen. Das wird den zur Abstimmung aufgerufenen Mitgliedern auch bewusst sein.

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Ein Kommentar

  1. Da hat er aber lange dazu gebraucht um sich zur Wahl zu stellen, der klassische Rückversicherer, angeblich genug ausgelastet mit einem Ministerium und früher stand er einem ganzen Stadtstaat vor mit sämtlichen Ämtern und nachdem er sich nun aus dem Wirrwar heraus eine Chance ausrechnet tritt er an, völlig entkräftet, aber bereit sich nochmals dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen und man wundert sich immer wieder, wie diese Damen und Herren sich in ihren Aufgaben verschleißen, für Volk und Vaterland und sind nichts anderes als Egoisten in eigener Sache, jeder auf seine Art und vielleicht könnte er mal etwas lauter und deutlicher sprechen und sein ewiges Grinsen weglassen, damit man wenigstens seine sozialistische Pläne akustisch richtig wahrnehmen kann und wenn es zu viel wird, dann kann er ja eine Kur beantragen, oder er soll es gleich bleiben lassen, in Hamburg hat er ja auch nicht sonderlich viel zustande gebracht und einen entsprechenden Schuldenberg hinterlassen und wenn sie nun die Elbe noch zusätzlich vertiefen, dann haben die Hamburger die beste Gewähr, je nach Wind- und Wassertrift einem richtigen Chaos entgegen zu sehen und das alles durch eine undurchdachte Politik, ausgehend von Sozis, die immer nach dem gleichen Strickmuster verfahren und in Berlin nicht anders handeln, sie sind eben so.

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