Moskauer Polizei bei den ungenehmigten Demonstrationen. Bild: © Mikhail Tereshchenko/TASS

Nach Vorwürfen von Polizeigewalt gegen eine junge Demonstrantin in Moskau kündigt das russische Innenministerium nun eine Untersuchung an. Die Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

Von Redaktion

Die Moskauer Polizei hat am 10. August bei einer nicht genehmigten Kundgebung in Moskau eine Untersuchung der Inhaftierung eines Mädchens eingeleitet, teilte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TASS mit.

„Die Hauptdirektion des russischen Innenministeriums für Moskau hat eine Untersuchung der Anwendung von Gewalt gegen ein Mädchen angeordnet, das wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung während der nicht genehmigten Kundgebung am 10. August inhaftiert war“, sagte der Sprecher. Er betonte, die Untersuchung sei darauf ausgerichtet, die Umstände des Vorfalls festzustellen. Alle Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen, betonte er weiter.

Zuvor war im Internet ein Video veröffentlicht worden, in dem zwei Polizisten die Aktivistin Darya Sosnovskaya nach der Kundgebung vom 10. August festnahmen. Der Clip zeigt einen Polizisten, der sie in die Leber schlägt.

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Die Moskauer Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Potjajewa erklärte gegenüber TASS am Montag, dass sie beabsichtige, die Umstände der Inhaftierung von Sosnowskaja herauszufinden. „Wenn sie sich an uns wenden würde, würden wir den Vorfall angehen. Wir werden jedoch weiterhin Informationen zu ihrer Beschwerde anfordern, damit wir herausfinden können, was passiert ist und welche Maßnahmen gegen den Polizeibeamten ergriffen wurden, der die Macht missbraucht“, sagte sie.

Das russische Untersuchungskomitee erklärte seinerseits, es werde eine Untersuchung der Beschwerde von Sosnovskaya durchführen. Laut medizinischen Berichten, die TASS vorliegen, erlitt die Aktivistin infolge von Prügeln durch die Polizei eine Quetschung an Kopfhaut und Brust.

Die Kundgebung am 10. August war die vierte, die zur Unterstützung unabhängiger Kandidaten durchgeführt wurde, die nicht für das Moskauer Rathaus kandidieren durften. Die vorherigen Kundgebungen fanden am 20. und 27. Juli sowie am 3. August statt. Nur die erste wurde vom Moskauer Bürgermeisteramt genehmigt.

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1 KOMMENTAR

  1. Hätte unsere Polizei seinerzeit, als die Gammlergrünen auf deutschem Kulturboden, soeben aus den „Kinderschuhen“ so angefasst, hätten wir heute ein Hauptproblem weniger.

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