Spaniens Verteidigungsminister schickte ein Kriegsschiff los, welches die Migranten vom Schiff „Open Arms“ vor Italien übernehmen und nach Spanien bringen soll. Er übt Kritik an Italiens Innenminister Salvini.

Von Redaktion

Nachdem frustrierte Migranten an Bord der „Open Arms“ am Dienstag mit dem Springen vom Schiff begannen, entschied Spanien, dass der Block nicht länger warten könne, bis Italien seine Meinung ändert. Italiens politisch schwergewichtiger Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini, dessen Politik gegen die Einwanderung ihn immer beliebter gemacht hat, lehnte es ab, die Migranten von Bord zu lassen. Er beschuldigt andere europäische Länder, sich ihrer Verantwortung in Bezug auf die Migrationskrise zu entziehen.

Der amtierende spanische Verteidigungsminister sagt jedoch, Salvini sei zu weit gegangen. Deshalb schickte er nun ein Kriegsschiff los, um die rund 100 Migranten vom Rettungsschiff zu übernehmen und nach Spanien zu bringen.

Die Besatzung der Open Arms berichtete über die beengten Verhältnisse an Bord. Dies ist die letzte Etappe einer viel längeren und gefährlicheren Reise für die meisten afrikanischen Migranten, die Gefahr laufen, auf jedem Schritt ihrer Reise in Richtung europäischer Küsten angegriffen und beraubt zu werden.

Italiens südliche Insel Lampedusa ist seit langem ein Magnet für afrikanische Migranten, die vor Gewalt, Armut und Folter fliehen. Seit 2015 haben westliche Interventionen in Ländern wie Syrien und Libyen die Krisen, vor denen sie fliehen, verschärft. Zwar machen sich nach der harten Haltung Italiens weniger Migranten über das Mittelmeer auf nach Europa, doch die Anzahl der Toten steigt.

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Frankreich, Deutschland, Rumänien, Portugal, Spanien und Luxemburg haben sich verpflichtet, die Neuankömmlinge aufzunehmen. Salvini sagt, dies sei ein Sieg für ihn und zeigt, dass seine Politik funktioniert und andere europäische Länder gezwungen hat, sich zu melden.

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One thought on “„Open Arms“: Spanien schickt Kriegsschiff zur Übernahme der Migranten”

  1. Bleiben die dann auch in Spanien oder werden sie Richtung Deutschland weitergeleitet, das ist hier die Frage und demzufolge ist das Gesamtproblem nachwievor noch offen und Salvinis Versuch ist durchaus ehrenhaft, aber nicht effizient, weil die Mehrheit immer noch im linken Sinne denkt und handelt und solange wir das nicht per Wahl ändern, werden die Grenzen offen bleiben und das ist auch gewollt, denn die haben ja nicht den Migrationspakt aus Jux und Tollerei unterzeichnet, sie haben auch noch ständig darin die Verpflichtung abgegeben, die angeblichen Flüchtlinge aufzunehmen, was ja die größte Roßtäuscherei darstellt, weil es sich um eine geplante Umsiedlung der Armen dieser Welt handelt zu unseren Lasten und wer da noch zusieht und die Gefahr nicht erkennen will, dem kann man auch nicht mehr helfen, das muß er dann halt selbst in Konsequenz erfahren.

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