Heiko Maas. Bild: Flickr / EU2016 SK - public domain

Bundesaußenminister Maas fliegt nach Russland. Vor seinem Abflug rief er alle Seiten zu Dialog- und Handlungsbereitschaft im Ukraine-Konflikt auf. Er will Moskau stärker einbinden.

Von Redaktion

Seit nunmehr fünf Jahren schwelt im Osten der Ukraine ein blutiger Konflikt, nachdem prowestliche Gruppen während der Maidan-Proteste gegen die gewählte Führung putschten. Mehrere Verhandlungsrunden (Minsk 1 und 2, Diskussionen im „Normandie-Format“) scheiterten vor allem an den Hardlinern in Kiew und im Donbass. Erstere aus Hass gegenüber den Russen, letztere wegen der Ablehnung der neuen rechtsnationalistischen Führung.

Bundesaußenminister Heiko Maas rief nun alle beteiligten Seiten zu einer konstruktiven Haltung auf. Es gibt in Sachen Waffenstillstand, Truppenentflechtung und bei der Umsetzung der Minsker Abkommen endlich wieder Hoffnung auf Licht am Ende des Tunnels“, sagte der SPD-Politiker vor seinem Abflug am Mittwoch laut der dpa. „Jetzt müssen alle Seiten Dialog- und Handlungsbereitschaft zeigen, sonst werden weiterhin Menschen in diesem Konflikt sterben.“

Hoffnungen gibt es auch infolge der politischen Änderungen in Kiew. Präsident Wladimir Selensky und dessen Partei „Diener des Volkes“ gelten als deutlich weniger radikal als die zuvor jahrelang herrschenden politischen Kräfte der Ukraine. Die ukrainischen Wähler hatten die nationalistischen prowestlichen Extremisten massivst abgestraft.

Maas will in Moskau am Abend seinen Amtskollegen Sergej Lawrow treffen. „Wir haben derzeit mit Russland auf vielen Feldern grundlegend unterschiedliche Auffassungen“, räumte er ein. „Darüber müssen wir reden, weil wir nur unter Einbindung Moskaus bei wichtigen internationalen Themen Ergebnisse erzielen werden. Dazu braucht es das direkte Gespräch und das offene Wort.“

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3 KOMMENTARE

  1. In deutschen Wirtschaftskreisen hat sich wohl langsam die Erkenntnis durchgesetzt, dass man mit Russland besser Handel, als Händel treibt. Das hat man diesem armseligen Typen jetzt wohl ins Drehbuch geschrieben. Bleibt zu hoffen, dass er das in Moskau auch glaubwürdig vortragen kann.

  2. Heiko Maas, ein Heuchler par excellence.

    Eben noch Lügen über Russland verbreitet, unverschämte, unbegründete Forderungen gestellt und nun in der Selbstdarstellung ein Friedensengel mit Heiligenschein.

    Die Ukraine und Russland haben sich nach langer Zeit, trotz Störmanöver hauptsächlich aus Deutschland, soweit angenähert, dass sie in Gespräche über einen möglichen Friedensprozess treten wollen und just da drängelt sich das Maas-Männchen in den Vordergrund. So offensichtlich und plump, wie es nur ein deutscher Außenminister kann.

    Da stößt es doch bei mir sauer auf.

  3. Der Übeltäter ist hier ganz klar die Ukraine, jeder auf der Welt weiß das.
    Wieso also immer wieder diese Sprüche von wegen Alle parteien sollten eine konstruktive haltung einnehmen… die Ukrainische Regierung gehört ins gefängnis.

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