Korrekte Politik statt politischer Korrektheit

In Deutschland wird zu viel Wert auf politische Korrektheit gelegt, während es an einer korrekten Politik mangelt. Das muss sich ändern.

Von Marco Maier

Nur eine richtige Meinungsfreiheit führt zu einer Meinungsvielfalt, das ist klar. Wenn andere Ansichten und Meinungen bekämpft werden, weil sie unbequem, anstößig oder unerwünscht sind, wird ein fundamentales Grundrecht der verfassungsmäßigen Freiheit angegriffen. Egal ob in Wort, Bild oder Schrift – eine lebhafte Demokratie braucht den politischen Diskurs, den Gedankenwettbewerb.

Doch im Westen – in Europa und Nordamerika – legt man zunehmend mehr Wert auf die politische Korrektheit anstatt auf eine korrekte Politik. Wer seine Reden brav gendert, Minderheiten über Mehrheiten stellt und sich dem Meinungskonformismus des Establishments unterordnet, wird belohnt. Es warten Beförderungen, gute Jobs und Auszeichnungen. Und in der Politik sieht es nicht viel anders aus: wer sich brav einordnet, wird als “regierungsfähig” betrachtet (und darf auch – siehe Claudia “Deutschland du mieses Stück Scheiße” Roth – Bundestagsvizepräsidentin werden, was man der “politisch inkorrekten AfD verweigert). Man kann sein Heimatland mit Dreck beworfen haben und dennoch in hohe politische Würden gelangen, doch wer gegen die Regeln der politischen Korrektheit verstößt, darf trotz Heimatliebe nicht ins Bundestagspräsidium. Dasselbe gilt auch für einen Wolfgang Schäuble (CDU), der in Kohls Schwarzgeldaffäre eine (im wahrsten Sinne des Wortes) tragende Rolle spielte und mit Geldkoffern durch die Gegend fuhr. Heute ist er der Wächter der Parteienfinanzen…

Doch was ist mit einer korrekten Politik? Einer Politik für die Mehrheitsbevölkerung, einer Politik für die Deutschen? Seit Jahr und Tag haben die Parteien des etablierten Parteiensystems (CDU/CSU, SPD, FDP und später auch die Grünen) die Bundesrepublik stets nur als “Futtertrog der Macht” betrachtet. Klüngeleien, Postenschacher und durch die “Wirtschaftsnähe” (eher Rektalakrobatik für die Konzerne) auch gute Versorgungsposten in der “Privatwirtschaft” gehören dazu. Ich glaube, an Beispielen dafür mangelt es bei weitem nicht und Kohls “schwarze Kassen” oder der “Sachsensumpf” sollten vielen Lesern immer noch ein Begriff sein. Zudem mangelt es auch nicht an vorbestraften Politikern, die nicht selten auch zum Schaden der Steuerzahler agierten.

Lesen Sie auch:  Medwedew: Die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen haben sich in den letzten Jahren katastrophal verschlechtert

Korrekte Politik ist das gewiss nicht. Aber wen stört das im heutigen Deutschland schon? Hauptsache man hat Frauen- und Ausländerquoten, macht aus dem Zigeunerschnitzel eben ein Paprikaschnitzel, fordert Respekt selbst für jene Muslime die “Tod allen Ungläubigen” wünschen und dem Klima zuliebe gibt es den Veggie-Day und das Elektroauto (mit Batterie-Rohstoffen, die in Afrika von Kinderhand aus den Löchern gebuddelt werden).

Loading...

Wir brauchen nicht mehr politische Korrektheit in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder sonst wo in Europa. Wir brauchen vielmehr eine korrekte Politik, die sich tatsächlich um die Bedürfnisse der Menschen kümmert und nicht der Selbstbereicherung und der Klientelpolitik zugunsten finanzkräftiger Lobbies (ich sage als Beispiel nur: Zerstörung der Rente zugunsten der privaten Versicherungskonzerne) dient. Nicht die größten Lügner, Betrüger und Blender sollen in der Spitzenpolitik dominieren, sondern echte Volksvertreter. Egal ob sie nun “politisch korrekt” sind oder nicht…

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.