Indien und Pakistan liefern sich angesichts der gestiegenen Spannungen inzwischen heftige Gefechte an der Grenze in Kaschmir. Der Konflikt droht zu eskalieren.

Von Redaktion

Reuters berichtet von heftigen Zusammenstößen am Mittwoch entlang der Kontrolllinie im umkämpften Kaschmir zwischen indischen und pakistanischen Truppen. Unter Berufung auf lokale Medien beschrieb die Nachrichtenagentur, dass sich „Truppen an der Grenze einen heftigen Feuerwechsel geliefert hatten und dass pakistanische Truppen bei den Zusammenstößen Mörser abgefeuert haben“. Der Schusswechsel fand nach Angaben der lokalen Medien im Sektor Sunderbani entlang der Kontrolllinie (LOC) nach 22.00 Uhr Ortszeit statt, wobei beide Seiten den anderen beschuldigten, gegen einen Waffenstillstand verstoßen zu haben.

Obwohl nur wenige Details bekannt wurden, insbesondere mit einem fast vollständigen Kommunikationsausfall auf der indisch verwalteten Seite in Jammu und Kashmir, haben Militärbeobachter erwartet, dass der Beschuss und die Zusammenstöße zwischen den bewaffneten nuklearen Rivalen zunehmen werden. Der Grund dafür liegt darin, dass die Führung der hinduistisch-nationalistischenen Bharatiya Janata Partei zu Beginn dieser Woche in Neu-Delhi den Artikel 370 der Verfassung aufhof, der den besonderen autonomen Status der Region mit muslimischer Mehrheit schützte.

Ungeprüfte Social-Media-Berichte von regionalen Beobachtern sagen, dass die Zahl der Todesopfer angesichts eines massiven indischen Vorgehens auf ihrer Seite der LOC steigt.

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Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan hat seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt und am Mittwoch seinen Botschafter zurückgerufen, während er seinen indischen Gesandten ausgewiesen hat. Zudem unternahm er den drastischen Schritt, den bilateralen Handel mit Indien auszusetzen.

Ministerpräsident Khan wies das Militär weiter an, weiterhin wachsam zu sein, nachdem er zuvor gesagt hatte, er werde „alle möglichen Optionen“ zur Unterstützung der muslimischen Mehrheitsbevölkerung in Kaschmir ergreifen. Dies geschah, nachdem regionale Medien berichteten, dass „Zehntausende“ indischer Truppen in Kaschmir einmarschiert sind, während ein Telefon- und Internet-Blackout stattgefunden hat.

Einen Tag vor den erneuten Zusammenstößen, die ohne externe Vermittlung wahrscheinlich eskalieren, hatte Khan vermutet, dass sich ein „Völkermord“ ereignen könnte, während indische Verstärkungen weiterhin in die unruhige Grenzregion strömen.

Indien und Pakistan haben bereits zwei Kriege um die umstrittene Region geführt die schon zehntausende Tote forderten. Trotz des Waffenstillstands kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Scharmützeln an der Kontrollline, die die Region zwischen beiden Nuklearmächten aufteilt.

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One thought on “Kaschmir-Konflikt: Heftige Gefechte an der Grenze”

  1. Wenn das nur mal gut geht, denn wer Asien kennt, weiß was dort Menschenleben wert sind und nicht umsonst hat der muslimische Vorsteher der einen Partei so nebenbei erwähnt, daß er die Atombombe geistig nicht ins Spiel bringen will, meint aber genau das, falls es an`s Verlieren geht, je nach Ausweitung, denn die sind im Ernstfall zu allem fähig, die Massen interessieren sie nicht, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen geht und das ist ja allgemein das Problem, sowohl dort, als auch im Westen und schlauer werden die nie, das liegt einfach in der menschlichen Art, deshalb haben wir ja auch inflationär so viele Philosophen um wenigsten noch eine gewisse Erkenntnis zu suggerieren, die den Tatsachen völlig entgegen steht.

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