Japan hat die Vereinigten Staaten als eine „Waffengesellschaft“ beschrieben und warnt ihre Bürger vor Reisen in das Land. Grund sind die Amokläufe am Wochenende. Auch andere Länder haben Warnungen ausgegeben.

Von Redaktion

Das Generalkonsulat von Japan in Detroit, Michigan, warnte die japanischen Bürger in einer Erklärung am Dienstag, „sich der Möglichkeit von Schüssen überall in den Vereinigten Staaten bewusst zu sein“. Das Konsulat riet den Bewohnern außerdem, „weiterhin genau auf Sicherheitsmaßnahmen zu achten“.

Ähnliche Warnungen wurden von fünf anderen Ländern veröffentlicht, nachdem bei den beiden tödlichen Schießereien in El Paso (Texas) und Dayton (Ohio) am Wochenende 31 Menschen in weniger als einem Tag ums Leben kamen.

Die venezolanische Regierung in Caracas gab eine Erklärung heraus, in der sie die Bürger die, „in den USA zu leben oder in diese zu reisen“ dazu aufforderte, „besonders vorsichtig zu sein oder ihre Reise zu verschieben, angesichts der jüngsten Zunahme von Gewalttaten und Hassverbrechen“.

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Das Außenministerium von Uruguay warnte seine Bürger, Vorsicht walten zu lassen, „vor wahlloser Gewalt, vor allem wegen Hassverbrechen … die in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr als 250 Menschen das Leben kosteten.“

Sie warnte auch Bürger, die in die USA reisen, „davor, Gebiete mit einer großen Konzentration von Menschen wie Themenparks, Einkaufszentren, Kunstfestivals, religiösen Veranstaltungen, Essensfesten und jeglicher Art von kultureller oder sportlicher Versammlung zu meiden“, und wies auf den „wahllosen Besitz von Schusswaffen in der Bevölkerung“ hin.

Frankreich, Neuseeland und Deutschland haben zuvor vor den Gefahren von Waffengewalt in Amerika gewarnt.

Am frühen Sonntagmorgen eröffnete ein Mann das Feuer in einem Kunst- und Unterhaltungsviertel in der Innenstadt von Dayton, Ohio. Dabei wurden 9 Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Der Verdächtige wurde später von der Polizei erschossen. Er soll ein „Satanist“ und „Linksextremer“ gewesen sein.

Einen Tag zuvor wurden bei einem anderen Amoklauf in einem Walmart-Geschäft in El Paso, Texas, 20 Menschen getötet und 26 verletzt. Der festgenommene Bewaffnete veröffentlichte vor seinen Schüssen ein „Manifest“, das eine rassistische Rhetorik gegen Einwanderer enthielt. Er beschrieb den Angriff als Reaktion auf eine „hispanische Invasion“.

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