Ist Gabriel nicht transatlantisch genug?

US-Botschafter Richard Grenell soll versucht haben, Sigmar Gabriel als Vositzenden der Atlantik-Brücke zu verhindern. Er ist wohl nicht transatlantisch genug.

Von Marco Maier

Der frühere SPD-Vorsitzende und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist mittlerweile Vorsitzender des transatlantischen Lobby-Netzwerks Atlantik-Brücke. Einem Verein, der schlussendlich vor allem dazu dient, US-Interessen in Deutschland und Europa durchzusetzen. Politiker fast aller Bundestagsparteien (bis auf die AfD) sind vertreten.

Gabriel löste den langjährigen Vorsitzenden Friedrich Merz (CDU) ab, der auch heute noch eher US-amerikanische als deutsche Interessen vertritt. Doch einigen Leuten scheint Gabriel nicht transatlantisch genug zu sein. Unter ihnen befindet sich laut dem „Spiegel“ auch der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell. Jener Lakai Trumps, der mit forschen Forderungen und einem Kolonialherrengehabe die Deutschen immer wieder vor den Kopf stößt.

Bei aller Kritik, die man an Gabriel üben kann, muss man doch sehen, dass der SPD-Politiker auf dem Posten zumindest aus deutscher Sicht wahrscheinlich eine nicht so schlechte Wahl darstellt. Immerhin gilt der frühere deutsche Außenminister auch in Hinsicht auf die Beziehungen mit Russland nicht gerade als Scharfmacher. Das könnte dafür sorgen, dass der transatlantische Lobby-Verein diesbezüglich etwas zurückhaltender auftritt.

Kein Wunder, dass dies Grenell nicht passt. Der rechtskonservative Botschafter würde die Deutschen wohl lieber heute als morgen in einen Krieg gegen Russland schicken. Auch mit ein Grund, eine starke Aufrüstung der Bundeswehr einzufordern. Das US-Imperium braucht die Truppen seiner Vasallen, wenn es in den nächsten – vernichtenden – Weltkrieg zieht.

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2 Kommentare

  1. Aber was ist das?? Dieser stramme Antidemokrat da oben gehört einem Verein an,den es sehr bald nicht mehr gibt.Das wissen die Amerikaner.

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