Der Hafen von Hongkong.

Peking will zwei US-Kriegsschiffen nicht erlauben, in Hongkong anzulegen. Indessen zieht man Truppen der Volksbefreiungsarmee außerhalb der Stadt zusammen.

Von Redaktion

Nur wenige Stunden, nachdem Präsident Trump getwittert hatte, der US-Geheimdienst habe den Aufbau chinesischer Truppen an der Grenze zu Hongkong bestätigt, teilten US-Verteidigungsbeamte mit, Peking habe zwei US-Marineschiffen die Erlaubnis verweigert, in den kommenden Wochen Hafenstopps in Hongkong einzulegen.

Commander Christensen, stellvertretender Sprecher der US-Pazifik-Flotte teilte mit: Die chinesische Regierung lehnte Anträge auf Hafenbesuche der USS Green Bay und der USS Lake Erie in Hongkong ab, die in den nächsten Wochen eintreffen sollten.

Dies dürfte ein Zeichen dafür sein, dass Präsident Xi nicht allzu erfreut darüber ist, wie sich die USA während der Proteste gegen Auslieferungsgesetze verhalten haben, die Hongkong in den letzten zehn Wochen erfasst haben.

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Peking hatte die Vereinigten Staaten in den letzten Wochen und Monaten mehrfach davor gewarnt, sich aus den chinesischen Angelegenheiten in Hongkong und Taiwan herauszuhalten. Sollte sich Washington nicht daran halten, werde man die Amerikaner die Konsequenzen spüren lassen. Dabei drohten die Chinesen auch unverhohlen mit der Anwendung von Gewalt.

Ein Sprecher der chinesischen Regierung teilte mit, man habe große Bedenken hinsichtlich des Einlaufens US-amerikanischer Kriegsschiffe in den Hafen von Hongkong in Bezug auf die aktuellen Proteste. Peking befürchtet, die Präsenz von US-Kriegsschiffen könnte die Protestierenden ermutigen radikalere Maßnahmen zu ergreifen.

Es ist allerdings auch denkbar, dass Peking die Volksbefreiungsarmee in Hongkong einsetzen könnte, um so in der Stadt wieder für Ruhe zu sorgen. Sollten US-Kriegsschiffe samt US-Truppen im Hafen liegen, könnte dies zu unbeabsichtigten Auseinandersetzungen führen, welche die ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern noch mehr belasten.

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1 KOMMENTAR

  1. Würden sie einen Nachbarn auch noch zum Kaffee einladen, wenn er ihnen das Leben schwer macht und deshalb ist diese Reaktion der Chinesen mehr als natürlich und wer sich darüber erregt, sollte sich mal untersuchen lassen, denn vermutlich hat er Wahrnehmungsstörungen, was ja gelegentlich vorkommen soll.

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