Groko überarbeitet Unternehmensziele der Deutschen Bahn

Union und SPD wollen neue politische Vorgaben für die Bahn. Klimaschutz und Pünktlichkeit sollen wichtiger sein, als Gewinnmaximierung.

Von Redaktion

„Wir arbeiten in der Koalition an einer Änderung der Satzungen der Deutschen Bahn AG und sind dabei auf einem guten Weg. Wir werden den Unternehmenszweck neu ausrichten,“ sagte Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es brauche neue Leitplanken für den Bahn-Vorstand.

Dabei sollten den Verzicht auf die Maximierung des Gewinns, eine Steigerung des Anteils des Schienenverkehrs und das Erreichen der Klimaschutzziele verankert werden. „Unser Anspruch an die Deutsche Bahn darf nicht der maximale Gewinn, sondern muss der maximale Einsatz für einen bessere Eisenbahn sein“, sagte Bartol. „Um unsere Klimaschutzziele in der Mobilität zu erreichen, muss das Angebot auf der Schiene besser werden.“

Der SPD-Politiker räumte ein, dass dies Geld kosten werde. „Daher müssen wir den Gewinndruck bei der Deutschen Bahn rausnehmen. Wir müssen auf einen Teil der erwarteten Dividende verzichten“, fordert er. „Im Gegenzug muss die Deutsche Bahn in pünktliche Züge, mehr Service und bessere Verbindungen investieren“, sagte Bartol dem „RND“.

Außerdem sollten das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn an einem gemeinsamen Konzept für die Verschuldung des Unternehmens arbeiten. „Hier erwarte ich vom Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im Herbst konkrete Vorschläge“, forderte der SPD-Verkehrsexperte.

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„Dabei kann auch eine Lösung sein, dass wir übergangsweise aushalten, dass die Schulden der Deutschen Bahn AG weiter ansteigen. Der alleinige Verkauf des Unternehmens Arriva im Ausland wird wohl nicht ausreichen.“

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2 Kommentare

  1. Höhere Gewinne müssen dann andere machen, damit man sie besser ausnehmen kann und ganz nach der Maxime des sozialistischen Einheitsstaates, dessen neue Staatratsvorsitzende immer noch am Ruder ist, obwohl sie schon längst aus Vernunftsgründen im politischen Orkus sein müßte, aber Intelligenz ist die eine Seite und Dummheit und Idiologien die andere und in dieser Gemengenlage gehen sie gerne baden, viel Spaß dabei und wer es sich leisten kann verschwindet eben und der große Rest kann es ausbaden, und eigentlich kann man jetzt genau erkennen, daß Naivität noch steigerungsfähig ist, das war früher schon so und feiert zur Zeit wieder fröhliche Urständ, ohne Reaktion und das ist ebenso falsch wie damals, wenn es um den Erhalt des Landes und seiner Bürger geht, vermutlich ist denen alles egal, warum weiß kein Mensch.

  2. Wie sich Kreise schließen.

    Die Sozis werden bei den kommenden Kommunal- und Landtagswahlen mit Wahrscheinlichkeit der größte Verlierer sein. Also wirft man die Propaganda-, Lügen- und Märchenmaschine an und lässt sie auf vollen Touren laufen.

    Da gibt also ein Sozi ein Interview. Er gibt es dem RND, das zur Madsack Mediengruppe gehört. Der größte Eigner dieser Mediengruppe ist die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH und die ist wiederum ein 100%iges Unternehmen der SPD.

    So ist gesichert, dass die Märchenphantastereien liebevoll verpackt und dem Wahlvolk brühwarm mit der morgendlichen Zeitung serviert werden.
    Da wird keine kritische Zeile hinterfragen, was denn die Sozis in den vergangenen Jahrzehnten in puncto Bahn so unternommen haben.

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