Sigmar Gabriel auf einer Bundespressekonferenz - Bild: Wikimedia Commons / JWHBerlin CC-BY-SA-4.0

Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel gibt der Flüchtlingsdebatte die Hauptschuld für die Verluste von Union und SPD. Die AfD habe profitiert, weil die GroKo nicht richtig reagiert habe.

Von Michael Steiner

Sigmar Gabriel, der ehemalige SPD-Vorsitzende und Vizekanzler, sieht vor allem in der Flüchtlingsdebatte einen Grund für den Absturz von Union und SPD. „Über die Flüchtlingsdebatte haben beide Parteien – SPD und CDU/CSU – 20 Prozent ihrer Wähler verloren. Wenn sie von 35 bis 40 Prozent kommen wie die CDU/CSU, ist das nicht so dramatisch, als wenn sie sowieso nur bei 25 Prozent sind. 400.000 Wählerinnen und Wähler der SPD, die 2013 SPD gewählt haben, sind 2017 zur AfD gegangen“, sagte der nunmehrige Vorsitzende des transatlantischen Lobby-Vereins „Atlantik-Brücke“ der „Bild“.

Doch einen grundlegenden Fehler sieht er in der von der Bundesregierung verfolgten Politik bezüglich der Asylmigration während der Migrationskrise nicht. Denn dies sei „vermutlich“ der Preis gewesen, den man „für eine humanitäre Flüchtlingspolitik“ zahlen müsse. „Aber danach hätten wir mit denen, denen die Zuwanderung Angst macht, anders umgehen müssen. Damit meine ich nicht die echten Neonazis, aber die anderen. Denen nur immer zu sagen, dass sie nicht weltoffen genug sind, wird von den Betroffenen als arrogant empfunden. Besser wäre es gewesen, ihnen einen großen Sozialpakt anzubieten, um zu zeigen, dass wir niemanden vergessen.“

Nun gut, soziale Wohltaten müssen aber dennoch zuerst einmal vom Staat eingenommen werden, was angesichts der ohnehin schon hohen Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Aber in der SPD ist man ohnehin immer wieder mal der Ansicht, dass das Geld auf Bäumen wächst und höhere Ausgaben kein Problem seien. Für Gabriel, der dies damals forderte, bleibt hier nur Kritik an der SPD, denn „meine Partei wollte nur über die ‚richtige Haltung‘ reden“, erklärte er der Zeitung.

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3 KOMMENTARE

  1. Sein allzu vertraute Milieu.
    Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

    Heute so, morgen anders, übermorgen noch einmal anders, dann wieder vereint unter dem Bettlaken, so denn dabei ein Vorteil für sich herausspringt.
    So und nicht anders bekommen wir jeden Tag neue Vorführungen von diesem Establishment.

  2. Hauptsache er hat sein Leben den Umständen angepaßt und erneut ist ein Sozis zum Sachwalter von Kapitalinteressen geworden und da läßt es sich gut reden, ausbaden muß es seine ehemalige Klientel und nun ist er völlig unglaubwürdig geworden und das merkwürdige bei diesen glitschigen Typen ist die Tatsache, daß sie nach jedem Sturz ein Treppchen höher fliegen, bei den Normalbürgern ist es meistens andersrum, welch ein Wunder.

  3. Der ehemals Stramme hat seine Hausaufgaben wieder nicht gemacht.
    Ich weiss nicht,wie sein Vater – der ein Ehrenmann war – und seine Lehrer es mit so einem Bengel aushalten konnten.
    Entschuldige Sigmar,aber ich hätte Dich einfach ins Heim gegeben.

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