Putin und Macron. Bild: © Mikhail Metstsel/TASS

Russland von Europa wegzustoßen, sei „ein großer strategischer Fehler“, sagte der französische Präsident. Er fordert eine bessere Zusammenarbeit mit Moskau.

Von Redaktion

Die westliche Welt brauche Russland, um eine neue Architektur des Vertrauens und der Sicherheit in Europa aufzubauen, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron vor einer französischen Botschafterkonferenz am Dienstag im Elysee-Palast.

„Wir brauchen eine Partnerschaft mit Russland, um eine neue Architektur des Vertrauens und der Sicherheit in Europa aufzubauen“, sagte Macron. Russland von Europa zu wegzustoßen, sei „ein großer strategischer Fehler“, betonte er.

„Wenn wir hier in Europa nicht die notwendigen Schritte unternehmen, werden wir in einer Atmosphäre der Spannungen, eingefrorenen Konflikte und der Folgen des Kalten Krieges bleiben. In diesem Fall werden wir in Europa weiterleben, als ob es ein Kriegsschauplatz einer strategischen Pattsituation zwischen den USA und Russland wäre“, sagte Macron. „Es ist unmöglich, die europäische Zivilisation wiederzubeleben, ohne die Beziehungen zu Russland erneut zu überdenken.“

Der französische Präsident wies darauf hin, dass die 1990er und 2000er Jahre von gegenseitigem Misstrauen geprägt waren, da Russland Europa „als eine Art trojanisches Pferd des Westens“ angesehen habe. „Das liegt nicht in unserem Interesse“, betonte Macron.

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Er fügte hinzu, dass bei seinem jüngsten Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin beschlossen wurde, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit Fragen im Zusammenhang mit dem Aufbau einer neuen europäischen Architektur des Vertrauens und der Sicherheit befasst.

Notwendigkeit der Zusammenarbeit in den Bereichen Weltraum und Cybersicherheit

Der französische Präsident hat auch die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Weltraum und Cybersicherheit hervorgehoben. „Wir müssen gemeinsam mit Russland über unsere Weltraumstrategie nachdenken“, sagte er am Dienstag. „Vergessen wir nicht, dass wir das im Laufe unserer Geschichte geschafft haben. Soweit ich weiß, sind unsere Hauptverbündeten im Weltraum keine Amerikaner“, erklärte der französische Staatschef. „Wir müssen gemeinsam über die Cyberstrategie nachdenken“, stellte er fest.

Der französische Präsident wies darauf hin, dass die Seiten „bisher sehr weit davon entfernt sind“. „Wir müssen jedoch ernsthafte Gespräche zu diesem Thema führen und uns erneut bemühen, eine Agenda des Vertrauens aufzubauen“, fügte Macron hinzu.

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