Burundische Flüchtlinge in einem UN-Flüchtlingslager. Bild: Photo MONUSCO / Abel Kavanagh CC BY-SA 2.0

Innenkommissar Avramopoulos fordert die Umsiedlung von Migranten nach Europa. Man müsse die Flüchtlinge direkt in Afrika abholen und hierher bringen.

Von Michael Steiner

In den letzten Jahren erlebte Europa einen beispiellosen Zuzug von Migranten, vor allem aus Afrika, dem Nahen Osten und Zentralasien. Und auch heute noch hält der Migrationsdrang an und resultiert in einer anhaltend hohen illegalen Zuwanderung. Doch der Europäischen Kommission ist das offenbar nicht genug.

„Ich rufe alle Mitgliedstaaten auf, ihre Anstrengungen bei Umsiedlungen (‚Resettlement‘) zu verstärken und damit ihre Zusagen zur Aufnahme von Flüchtlingen auch schnellstmöglich umsetzen“, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos zur „Welt am Sonntag“. Dabei hat er vor allem die im Bürgerkriegsland Libyen festsitzenden Migranten im Visier, sowie jene, die von dort aus nach Niger evakuiert wurden.

„Es ist notwendig, mehr Notfallevakuierungen aus Libyen durchzuführen“, sagte Avramopoulos. Je schneller die Flüchtlinge dem Land Niger dann von EU-Ländern abgenommen werden, desto mehr Plätze stünden dann für neue Evakuierungen aus Libyen bereit. Er begrüßte zugleich die laufenden Gespräche zwischen dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und dem afrikanischen Land Ruanda, wohin demnächst möglicherweise ebenfalls Flüchtlinge aus Libyen evakuiert werden.

Nach Angaben von Avramopoulos kamen in den vergangenen zwei Jahren „nahezu 35.000 Menschen“ im Rahmen des EU-Umsiedlungsprogramms nach Europa. „Das ist mehr als jemals zuvor“, erklärte der Politiker aus Griechenland. „Aber wir dürfen nicht selbstgefällig werden. Umsiedlungen sollten der wichtigste Weg zum Eintritt in die Europäische Union für diejenigen werden, die Schutz nötig haben“, sagte der Innenkommissar weiter.

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Dieser Weg sei sicher, kontrolliert und regelkonform. Avramopoulos: „Wir müssen die Umsiedlungen zu einer Priorität machen, wenn wir Partnerländer, die Flüchtlinge aufgenommen haben, unterstützen wollen. Das ist aber auch deshalb wichtig, um Flüchtlingen, die nach Europa wollen, sichere Wege bereit zu stellen, damit sie sich nicht mehr auf gefährliche und illegale See- und Landwege zurückgreifen müssen.“

Allerdings macht schon der Begriff „Umsiedlung“ bzw. „Resettlement“ deutlich, dass den Menschen nicht einfach nur entsprechend des Asylrechts ein temporärer Aufenthalt gewährt werden soll. Es geht hier direkt um die permanente Neuansiedlung in Europa.

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5 KOMMENTARE

  1. Bitte Namen derer notieren, die fordern.
    Sonst ist die Forderung wertlos.
    Man könnte die Eintreffenden schnurstracks an die, die Einladungen versenden weiter leiten.
    Wer politische Korrektheit fordert, muss bei sich anfangen, sonst bleibt alles ein fauler Zauber.

  2. Kaum haben die Linken in Italien Salvini (hoffentlich nur vorübergehend) abserviert, fahren die NGO Schiffe wieder vollbesetzt Richtung Europa!
    Ein Schelm der Böses dabei denkt…

  3. Den Migrationspakt haben die nicht aus Jux und Tollerei unterschrieben und so langsam wagen sie sich wieder aus der Deckung und stehen zu ihren unterzeichneten Papieren, nur die Bürger Europas wurden dazu nicht befragt und selbst die europäische Einigung haben sie ungefragt durchgezogen und das neue Teufelswerk ziehen sie auch durch und wer sich keine Vorstellung machen kann, was da auf uns zukommt, muß sich nur mal mit den einzelnen Ländern befassen, da kann einem das nackte Grausen kommen, denn warum sollen die sich ändern, wenn sie hier in Massen auftauchen, bei anderen europäischen Etnien kann man es ja schon seit langem beobachten und wer das alles will, muß sie weiterwählen und hat dann die beste Garantie für eine bunte Welt, allerdings doch sehr stark abweichend von unserer Vorstellung und das ist eben das Problem.

  4. Für den Marxisten ist es schon deutlich das Adolf Hitler ein Nationalisten war weil er hat die deutsche Bevölkerung etnisch gesäubert. Aber Rudolf Jung war viel klüger. Hitler wollte die Deutsche Arbeiter Partei sozial-revolutionär benennen aber Jung hat ihm davon abgeraten. Deutschen möchten keine Revolution. Warum nennt er sie nicht wie unsere Bewegung: Sozialnationale … in Österreich? Und diese Täuschung der deutsche und europäischen Bevölkerung läuft schon 100 Jahren. Eine sehr gut gelungene Agitation und Propaganda der Deutsche Arbeiter Partei. Und der Verfassungsschutz in Deuschland und Geheimpolizei in Holland machen mit.

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