Erzfeind Iran

Der Iran-Konflikt dauert eigentlich schon seit der Islamischen Revolution an. Die Geiselnahme in der US-Botschaft haben die Amerikaner nie verdaut. Auch die Feindschaft der Mullahs gegenüber Israel spielt eine große Rolle. Eine Analyse.

Von Marco Maier

Seit dem Jahr 1979, als die Islamische Revolution im Iran den Sieg davontrug und der von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützte Schah Mohammad Reza Pahlavi das Land verlassen musste, ist das Land ein Erzfeind Washingtons. Die Absetzung des US-freundlichen Monarchen durch die Ayatollahs und Mullahs war für die Geostrategen in den Staaten ein herber Schlag. Immerhin hatten sie die Perser als „Bollwerk gegen den Kommunismus“ eingesetzt und dementsprechend stark hochgerüstet.

Der Iran, der damals infolge dieser Strategie des US-geführten Westens das sechsstärkste Militär der Welt hatte, fiel quasi über Nacht an radikalislamische Fundamentalisten. Hardliner, die nur deshalb die Macht übernehmen konnten, weil der Schah sich mit seiner repressiv-diktatorischen Haltung gegenüber der Bevölkerung zu viele Feinde machte. Das Ergebnis: die Iraner gelangten vom Regen in die Traufe. Denn die neuen Herren des Landes errichteten ebenfalls ein repressives System, welches die zuvor gegebenen Freiheiten (insbesondere für die Frauen) aufhob.

Aber das ist nicht alles. Die neue iranische Führung forderte von den Amerikanern die Auslieferung des Schahs, der sich dort im Exil befand. Und dieses Exil bekam er auch nur deshalb, weil der Banker David Rockefeller, desser Bruder (der Ex-Vizepräsident) Nelson Rockefeller, (Ex-Außenminister) Henry Kissinger und (Ex-Weltbank-Präsident) John Jay McCloy den amtierenden US-Präsidenten Jimmy Carter davon überzeugten, den mittlerweile in Mexiko gestrandeten schwerkranken Schah in die USA zu lassen, damit er dort medizinisch behandelt werden konnte.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.