Grenzgebiet Demokratische Republik Kongo zu Ruanda.

Weil sich die Ebola-Seuche bereits bis an die Grenze zu Ruanda ausgebreitet hat, schloss die Regierung die Übergänge zur Demokratischen Republik Kongo.

Von Redaktion

Ruanda hat am Donnerstag einen Großteil seiner Grenze zur Demokratischen Republik Kongo geschlossen, nachdem Menschen bei dem zweitschlechtesten Ausbruch in der Geschichte an Ebola gestorben waren. Bisher hat die Krankheit mehr als 1.800 Menschen getötet und über 2.600 sind erkrankt.

Das jüngste Opfer starb nur wenige Tage nach der Bestätigung seines Falls durch medizinische Fachkräfte in der Grenzstadt Goma, in der über 2 Millionen Menschen leben und auf dem ein internationaler Flughafen liegt. Dies teilte die Regierung des Kongo mit.

Das kongolesische Gesundheitsministerium sagte, die 1-jährige Tochter eines Mannes, der an der Krankheit in der Grenzstadt Goma gestorben war, hatte Ebola. Der Mann war Gomas zweiter bestätigter Ebola-Fall und starb am Mittwoch, nachdem er mehrere Tage mit seiner Familie zu Hause verbracht hatte, während er Symptome zeigte. Dies berichtet die „New York Times„.

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Abgesehen von den beiden Todesfällen markiert der Fall des 1-jährigen Mädchens die erste bekannte Übertragung der Krankheit in der Stadt. Der erste bestätigte Fall in Goma war ein 46-jähriger Prediger, der laut „Fox News“ auf seinem Weg von Butembo drei Checkpoints erfolgreich passieren konnte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat unterdessen vor Reisebeschränkungen abgeraten. Sie warnt jedoch davor, dass das Risiko einer regionalen Ausbreitung „sehr hoch“ ist.

„Die Schwierigkeiten, die weitere Übertragung zu stoppen, sind in der Tat beträchtlich. Aber nichts ist unüberwindlich“, heißt es in einer Erklärung der WHO vom Mittwoch. „Und nichts kann eine Entschuldigung dafür sein, die Arbeit nicht zu erledigen.“

Nach Angaben der kongolesischen Regierung gab es laut BBC eine „einseitige Entscheidung der ruandischen Behörden“, den Grenzübergang in Goma zu schließen. „Die kongolesischen Behörden bedauern diese Entscheidung, die dem Rat der WHO zuwiderläuft“, heißt es weiter.

Letzte Woche hat Saudi-Arabien unter Berufung auf den Ebola-Ausbruch die Ausstellung von Visa für Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo eingestellt. Die Saudis tun dies kurz vor der jährlichen Pilgerreise der Islamischen Republik in diesem Monat. Man befürchtet in Riad, dass an Ebola erkrankte muslimische Pilger die Seuche dort weiter verbreiten könnten.

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