Weizenfeld

Eine schlechte Nachricht jagt die nächste. Bauern weltweit kämpfen mit massiven Ernte- und Tierverlusten durch Seuchen, Schädlinge und Wetterkapriolen.

Von Marco Maier

In der letzten Zeit berichteten wir bereits mehrfach (siehe beispielsweise hier und hier) von der starken Ausbreitung der „Afrikanischen Schweinepest“ in China. Eine tödliche Infektionskrankheit, die inzwischen auch schon Europa erreichte und dort für die Vernichtung von Schweinepopulationen sorgte. Und nicht nur das: die Preise für Schweinefleisch ziehen inzwischen Dank des globalen Marktes weltweit an.

Dann sorgte das extrem nasse Wetter in weiten Teilen der Vereinigten Staaten dafür, dass infolge von weitflächigen Überflutungen von Agrarland das Saatgut nicht rechtzeitig ausgebracht werden konnte. Mais, Soja, Weizen… die Ernteausfälle sind (wir berichteten) teils gravierend. Im Gegenzug sorgte das trockenheiße Wetter in Europa dort für Schäden in der Landwirtschaft. Auch andere Länder und Regionen haben infolge der Witterungsbedingungen ihre Probleme.

Als ob das noch nicht genug wäre, sieht sich China in diesem Jahr mit einer Raupenplage konfrontiert. Erst im Juni warnte das Landwirtschaftsministerium in Peking, dass man die Raupen der Schmetterlingsart Spodoptera frugiperda (im Englischen „fall armyworm“ genannt) in bereits 21 Provinzen auf Feldern mit insgesamt 333.000 Hektar Saatgut gefunden habe. In der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas haben die Raupen bereits 86.000 Hektar an Mais, Zuckerrohr, Sorghum und Ingwer vernichtet. Das nachfolgende Bild verdeutlicht, was der Befall mit diesen Insekten verursacht:

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Die Raupen fressen die Felder leer.

Dann gibt es noch den Pilz „Tropical Race 4“, der immer mehr Bananen-Plantagen befällt und dazu führen kann, dass die derzeitige Hauptsorte „Giant Cavendish“ bald schon ausgestorben sein könnte. Wie damals in den 1960er-Jahren ein Killer-Pilz die damals vorherrschende Sorte „Big Mike“ auslöschte.

Die weiterhin wachsende Zahl an Menschen auf dieser Welt will jedoch mit genügend (leistbaren) Nahrungsmitteln versorgt werden. Doch die Ernährungssicherheit ist immer weniger gegeben. Größere witterungsbedingte Ernteausfälle, Tierseuchen, sowie Insekten- bzw. Pilzbefall von landwirtschaftlichen Flächen sorgen zunehmend zu Versorgungsproblemen.

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