Geht es nach Bundesumweltministerin Svenja Schulze, tritt in Deutschland bald ein Verbot von Plastiktüten in Kraft.

Von Redaktion

Obwohl es Dank freiwilliger Vereinbarungen mit dem Handel bereits immer weniger Plastiktüten in Deutschland gibt, will Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nach einem Vorstoß aus Bayern – und zwar ausgerechnet von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) – nun bundesweit ein Plastiktütenverbot durchsetzen.

Mein Ministerium erarbeitet gerade die gesetzliche Regelung für ein Plastiktütenverbot“, sagte Schulze der „Bild am Sonntag“. Eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel zur Verringerung der Tüten sei bereits „sehr erfolgreich“, seit 2016 sinke der Verbrauch deutlich. „Das sichern wir jetzt mit dem Verbot ab“, so Schulze.

Die von der EU geforderten „Inverkehrsbringungsverbote“ von bestimmten Kunststoffprodukten sollten auf „Einwegtragetaschen aus Kunststoff“ ausgeweitet werden, heißt es darin. Stattdessen soll verstärkt auf wiederverwendbare Tragetaschen zurückgegriffen werden.

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Plastiktüten gelten mit als Inbegriff für die Verschmutzung der Weltmeere. Auch wenn Deutschland im vergleich zu vielen anderen Ländern (vor allem in Ost- und Südostasien) nur einen sehr geringen Anteil daran trägt, übt sich die deutsche Politik international als Musterschüler. Ähnlich wie es schon bei den umstrittenen Dieselfahrverboten geschieht.

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3 KOMMENTARE

  1. Es muss doch ein erhebendes Gefühl sein, an solch weltbewegenden Entscheidungen wie „Verbot von Plastiktüten“ mitwirken zu dürfen. Das Land geht den Bach ‚runter, doch seine Politelite erkennt Plastiktüten als ein wesentliches, der Entwicklung und dem Fortbestehen der Gesellschaft im Wege stehendes und zu beseitigendes Problem.

  2. Hier auf der Insel gab es die Plastiktüten bis vor einigen Jahren umsonst und bei jedem Einkauf, egal ob klein oder groß, kam von den Kassiererinnen immer die Frage: Hätten Sie gerne eine Tüte?
    In den meisten Fällen war die Antwort natürlich „Ja!“ Die Gratis-Tüten wurden unter anderem für das Aufsammeln von Hundekot benutzt. Das waren natürlich nicht die Tragetaschen mit den werbeträchtigen Logos der jeweiligen Discounter, sondern die dünnen, wie man sie in D für z.B. für Obst verwendet.
    Seitdem man nun für die Plastiktüten Geld verlangt, ist deren Zahl dramatisch gesunken (um angeblich gut 90% gegenüber vorher).
    Der Verkauf von Plastiktüten für Hundekot hingegen dürfte enorm angestiegen sein, das taucht allerdings nicht in der Statistik auf.
    Natürlich könnte Frau Schulze noch einen Schritt weiter gehen und ein Verbot jeglicher Plastikverpackungen verlangen, aber da würde wohl die „Industrie“ nicht mitziehen.

  3. In dieser Sache ist die BriD einfach nur eine Bananenrepublik, denn Entwicklungsländer in Afrika haben Plastetüten schon lange verboten. Letztendlich kommt es auf die Vernunft der Menschen an, Weidekörbe, Stoffbeutel etc. sind nachhaltig nutzbar. Aber auch die Nutzung von anderen Plasteartikeln sollte nachhaltig sein. Und jene Produkte, wie Hundetüten, die nicht nachhaltig, sondern nur einmalig verwendet werden, brauchen die Vernunft der ordnungsgemäßen Entsorgung. So ist es mit allen Dingen. Die Erfindung des Dynamit hätte der vernünftigen Benutzung bedürft, die Erfindung der Röntgenstrahlen, die Nutzung der Atomenergie, die Nutzung der Mikrowellen und diese Aufzählung könnte x-beliebig erweitert werden, würden alle der Vernunft bedürfen. Dann bräuchte es keine Verbote mehr, aber die Vernunft ist eine Pflicht des Menschen seinen Verstand entsprechend anzuwenden. Und Pflichten werden verweigert, wie die oberste Menschenpflicht, die selbstbewusste Eigenverantwortung.

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