Präsident Assad mit der Delegation der russischen Regierungspartei Einiges Russland in Damaskus. Bild: SANA

Die Syrisch-Arabische Armee von Präsident Assad hat einen türkischen Militärkonvoi angegriffen. Der syrische Staatschef rechtfertigt dies. Die Türkei würde Terroristen in der Region unterstützen.

Von Redaktion

Präsident Bashar al-Assad hat die Türkei wegen der Entsendung eines Militärkonvois in die umkämpfte nordwestliche syrische Provinz Idlib getadelt und betont, dass der Schritt eindeutig zeigt, dass die Regierung in Ankara islamistische Terroristen, die unter dem Druck der Regierungstruppen Boden verloren haben, großzügig unterstützt. Die syrischen Regierungstruppen stürmen derzeit das letzte von Milizen kontrollierte Gebiet im Land.

Bei einem Treffen mit einer russischen Delegation der regierenden Partei „Einheitliches Russland“ in Damaskus am Dienstag sagte Assad, dass die jüngsten Entwicklungen in Idlib auf die klare und uneingeschränkte Unterstützung der Türkei für die aus dem Ausland unterstützten Extremisten hindeuten.

Er fügte hinzu, dass es syrischen Truppen dennoch gelungen sei, Siege gegen Terroristen zu erzielen, insbesondere in Idlib, ungeachtet der Unterstützung durch westliche und regionale Länder. Assad betonte, dass die territorialen Rückeroberungen die Entschlossenheit der syrischen Nation und Armee beweisen, den Terrorismus weiter zu bekämpfen, bis jeder Zentimeter des syrischen Bodens befreit ist.

Dmitry Sablin von der russischen Delegation seinerseits zeigte sich zuversichtlich, dass es der amtierenden Regierung von Damaskus letztendlich gelingen wird, Sicherheit und Stabilität in ganz Syrien wiederherzustellen. Sablin fügte hinzu, dass er kürzlich eine Reihe von syrischen Provinzen bereist habe, wobei das Leben mehr als acht Jahre nach Ausbruch der Syrienkrise wieder normal geworden sei.

Am Montag zitierte die offizielle syrische Nachrichtenagentur SANA eine ungenannte Quelle im syrischen Außenministerium, die den türkischen Schritt als einen Akt der „Aggression“ bezeichnete.

Die Quelle fügte hinzu, dass der türkische Konvoi „die Entschlossenheit der syrisch-arabischen Armee, die Überreste von Terroristen weiter zu jagen“ in der Stadt Khan Shaykhun oder anderswo nicht beeinträchtigen würde.

Die sogenannte syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), eine in London ansässige oppositionelle Organisation, und lokale Quellen berichteten am Dienstag, dass sich Militante aus Khan Shaykhun im südlichen Teil der Provinz Idlib und einem nahe gelegenen Gebiet in der benachbarten Provinz Hama zurückgezogen hätten.

Der Rückzug erfolgte, nachdem syrische Truppen und ihre verbündeten Kämpfer die Stadt Khan Shaykhun betreten hatten, die seit 2014 von Terroristen mit ausländischer Unterstützung besetzt wurde.

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

7 KOMMENTARE

  1. Die Türkei gibt mir ein Rätsel auf, einerseits verkrachen sie sich mit den usa/israel und EU, aber andererseits führen die immernoch deren Pläne aus, Terroristen bewaffnen und den Nahen osten destabilieren. Das kann eigentlich nicht im Interesse der Türken sein, nur noch Nachbarn zu haben, die einen hassen und im Bürgerkrieg versinken.

    Kurz vor der Staatspleite die Türken, aber Erdogan finanziert trotzdem diverse Terroristische Gruppierungen und stattet sie großzügig mit Waffen aus…. Das Volk wacht jedoch so langsam auf, da die Brieftaschen leer sind (sturzblöd von den Türken, dass die erst jetzt merken, was ein krankes Stück der Erdogan ist)

  2. Erdogans Theaterdonner, das er von Zeit zu Zeit gegen die USA und Israel vom Stapel läßt, ist nichts als heiße Luft. Würde er seinen Worten auch solche Taten folgen lassen, wären seine Tage gezählt. Er versucht seit Anbeginn des gegen das Assad-Regime und das syrische Volk stattfindenden Terrors Profit daraus zu schlagen- Profit für sich und seinen Clan, Profit auch, indem er sich türkisches Territorium versucht auszuweiten.

  3. Was hat er denn auf syrischen Hoheitsgebiet generell zu suchen, denn er wurde nicht darum gebeten und es gehört zu den Aufgaben eines Präsidenten, fremde Mächte fern zu halten und da haben sich ja mittlerweile in den letzten Jahrzehnten viele erdreistet unter Vorgabe von Sicherheitsaspekten Teile eines souveränen Staates zu besetzen und diese Bedenken mögen ja im einen oder anderen Fall berechtigt sein, sind aber noch lange kein Grund einzumarschieren, da sie aber vor den Konsequenzen Angst haben, bedingt durch die Schutzmacht Rußland, versuchen sie es über Grauzonen immer wieder, internationale Regeln auszuhebeln und sicherlich kann der eine oder andere Terrorist lästig werden, das wäre dann aber die Angelegenheit der Syrer oder in Absprache mit ihnen, diesem Problem Herr zu werden und so benehmen sich einige in Rambomanier und kommen auch noch ungestraft davon und die anderen halten die Klappe und sehen zu, wie hier das Recht ausgehebelt wird und das nennen sie auch noch Politik und ist nichts anderes als einer Straßenräuberei ähnlich und die UN sieht wieder einmal zu, oder kümmert sich darum, wie die Opfer und Täter nach Deutschland eingeflogen werden, was ja Sache der Protagonisten wäre und warum alle zu uns, sollen sie doch von ihren steinreichen Glaubensbrüdern aufgenommen werden, aber die will dort niemand, weil sie zu gefährlich sind und deshalb dürfen sie zu uns, bei Vollverpflegung, aber nicht im Knast, sondern im öffentlichen Raum, wo sie erneut eine Gefahr darstellen können, dann allerdings zu unseren Lasten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here