Atomkraftwerk Doel in Belgien. Bild: Wikimedia / Alexandre Jacquemin CC BY-SA 3.0

In der AfD gibt es derzeit Diskussionen zum Wiedereinstieg in die Atomkraft. Vor allem neue Atomreaktoren stehen hierbei zur Debatte. So sollen die CO2-Emissionen in Deutschland ebenfalls gesenkt werden.

Von Michael Steiner

Nach Tschernobyl und noch mehr nach Fuskushima hat die Nutzung der Atomenergie in Deutschland einen schlechten Stand. Auch das Problem der Endlagerung kocht immer wieder auf. Doch im Zuge der Energiewende kommt es zunehmend zu Versorgungsproblemen, weil vor allem die Wind- und die Sonnenenergie nicht wirklich gesteuert werden können. Sind die Atomkraftwerke in Deutschland erst einmal alle vom Netz, steht auch die Versorgungssicherheit auf dem Spiel.

Doch innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD) gibt es derzeit Debatten zum Wiedereinstieg in die Atomenergie. „Über die Frage einer möglichen Kernkraft-Nutzung diskutieren wir in der AfD sehr intensiv, ganz ohne linksgrüne Hysterie“, sagte der energiepolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré, der „Welt“.

Zwar gebe es bei dem Thema innerhalb der Partei noch keine fertigen Beschlüsse, aber vor allem „neue und sehr sichere Kernkraft-Technologien wie etwa die Pläne und Patente für Reaktoren der vierten Generation nach dem Dual-Fluid-Prinzip schauen wir uns sehr interessiert und unvoreingenommen an“, so der AfD-Politiker weiter. Das sind Kraftwerke, in denen flüssiges Salz zirkuliert welche das spaltbare Material enthalten. Selbst bereits abgebrannte Brennelemente können dort Verwendung finden. Dadurch könnte sich die Möglichkeit ergeben, dass „aus atomaren Reststoffen wieder Rohstoffe werden, sodass man auch die langen Endlager-Zeiten nicht mehr hätte“, sagte Kotré.

Zudem wolle die AfD „zumindest diskutieren, ob es sinnvoll sein könnte, in Deutschland neue und hochmoderne Reaktoren zu bauen, die in anderen Ländern bereits im Betrieb und sehr sicher sind“, so der AfD-Energiepolitiker. Als Argument führte er dabei an, dass es beim Betrieb von Kernkraftwerken nicht zu Emissionen von Treibhausgasen kommt. „Kernkraftwerke haben den Vorteil, dass von ihnen so gut wie keine CO2-Emissionen ausgehen“, sagte Kotré der „Welt“. Zwar teile seine Partei „nicht die gegenwärtig grassierende Klima-Hysterie“. Aber wer das „ja auch nicht zu verleugnende Thema der CO2-Emissionen angehen“ wolle, dürfe „nicht die Kernkraft mit ihrer exzellenten CO2-Bilanz vernachlässigen“, so der AfD-Politiker weiter.

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1 KOMMENTAR

  1. Eines muß man der AFD lassen, sie scheinen großes Interesse an ihrer eigenen Demontage zu haben und wer solche Themen ohne Not wählt und dabei die drängenden anderen Fragen und Ergebnisse außer acht läßt, der muß sich nicht wundern wenn er nicht weiterkommt, denn es reicht eben nicht aus um über die Asylantenfrage und deren Auswirkungen zu diskutieren, es gibt genügend negative Handlungen und die überläßt man dann den anderen Kleinparteien um sich auf Entscheidungen des Bundestages zu konzentrieren, was zwar richtig ist, aber das Geschäftsfeld der Pleiten der großen Koalition ist weit größer und wer da nicht sachlich fundiert reinhaut, dem ist auch nicht mehr zu helfen und wenn sie so weitermachen dann verschleißen sie sich selbst und es ist vorbei mit dem angekündigten Jagen und der laufende Meterfünfundsechzig lächelt in sich hinein und kann nur hoffen, daß sie nicht intelligenter vorgehen, das wäre weit gefährlicher, aber das scheinen sie auch nicht so richtig zu beherrschen und mit 4 Grundthemen kommt man einfach nicht weiter, das ermütet und in der gleichen Zeit ziehen die Roten und Schwarzen ihr Ding durch und sie haben das Nachsehen und manchmal muß man sich schon die Frage stellen, nach welchen Kriterien sie eigentlich vorgehen, denn die Anhänger muß man nicht vordergründig erreichen, die hat man schon, nein es geht um die auf der anderen Seite und die muß man mit ebenbürdigen Argumenten ködern, ist zwar nicht leicht, aber zu bewerkstelligen, wenn man sich nicht gerade innerlich zerreibt, weil es die Konkurrenz so vorgibt.

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