Venezuela: Guaido auf verlorenem Posten

Der selbsternannte „Übergangspräsident“ Juan Guaido steht auf verlorenem Posten. Er kann in Venezuela keine Massen mehr mobilisieren. Washington setzt auf mehr Sanktionen.

Von Marco Maier

Selbst oppositionelle Gruppen mussten zugeben, dass zu den für Freitag angesetzten Protesten kaum noch Menschen kamen. Der selbsternannte und von den USA unterstützte „Übergangspräsident“ (manche sprechen auch von „Phantompräsident“) Juan Guaido selbst kam hingegen nicht.

Er wollte die Massen mobilisieren, um gegen den jüngsten großen Stromausfall zu protestieren. Allerdings schien er schon davon auszugehen, dass kaum jemand demonstrieren wollte. Auch Bilder vom scheinbar bröckelnden Widerstand gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduro sollte es möglichst nicht geben.

Doch Guaido hat es nicht leicht. Einige oppositionelle Gruppen stören sich auch an der starken US-Einmischung. Sie wollen zwar Maduro loswerden, doch deshalb nicht das Land gleich zur US-Vasallenkolonie werden lassen. Blöd sind die Venezolaner ja nicht. An Beispielen in der Region mangelt es auch nicht.

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Für Washington heißt dies aber auch, nun auf andere Mittel zurückzugreifen. Man verschärft die Sanktionen, um die venezolanische Bevölkerung noch stärker leiden zu lassen. Ob diese Strategie aufgeht, muss sich allerdings noch zeigen. Bislang trugen solche Maßnahmen international nur selten zu den von Washington gewünschten Regime-Changes bei.

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3 Kommentare

  1. „Man verschärft die Sanktionen, um die venezolanische Bevölkerung noch stärker leiden zu lassen.“

    Der Satz sagt schon alles, man führt einen Krieg gegen die Bevölkerung!
    Und die EU schaut zu und hilft mit. Einfach nur widerlich!
    Es gibt kaum einen Politiker dem ich kein schmerhaften tot wünsche. In der EU definitiv nicht.

    1. Richtig.
      Und buchstäblich nur Schwachmaten beziehen vorzeitig, dummer-, wie unangebrachterweise Position.
      Der Merkel-Clan ist aller Weltöffentlichkeit für nichts und wieder nichts auf die Schnauze gefallen.
      Sie haben damit ihre eklatante Schwächen nach außen gekehrt.
      Jeder mit Grips versteht spätestens jetzt, wir haben es bei Deutschland mit dilettantischen Betreibern eines Kartenhauses zu tun.

  2. Das ist doch eine gute Nachricht, dass die Menschen von diesem CIA Knecht abfallen, dann kann eine vorgezogene Parlamentswahl wohl auch dazu führen, dass dieser Selbsternannte nicht mehr ins Parlament kommt und somit der Weg frei ist auf einer Verfassungsgrundlage gesetzlichen ordentliche Aufarbeitung seines Tuns. Im Sinne des Capitano Hugo Chavez ein Venzeremos!

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