Istanbul vom Bosporus aus gesehen. Bild: Flickr / Moyan Brenn CC BY 2.0

Unter dem Marmarameer bauen sich derzeit enorme tektonische Spannungen auf. Entladen sich diese, droht Istanbul ein verheerendes Erdbeben.

Von Marco Maier

Wie diverse Medien berichten, baut sich in der Region um die türkische Stadt Istanbul derzeit ein enormes tektonisches Spannungsfeld auf. Denn durch das Marmarameer verläuft die sogenannte Nordanatolische Störung, wo die eurasische und die anatolische Erdplatte aneinanderstoßen.

Wissenschaftler um den Kieler Geophysiker Dietrich Lange vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung haben nun direkt vor der Stadt erhebliche tektonische Spannungen entdeckt. Diese würden reichen, um ein Beben der Stärke 7,1 bis 7,4 auszulösen, schreiben sie im Fachblatt „Nature Communications„. Sie haben zweieinhalb Jahre lang mit dem Messsystem „GeoSEA“ die Gegend untersucht und Daten gesammelt.

Das Ergebnis: die Spannungen in der Tiefe sind inzwischen so stark, dass sich die Verwerfungszone um einen Schlag über vier Meter bewegt. Für die rund 16 Millionen Einwohner der türkischen Metropole und jene die im direkten Umland leben, wäre dies eine Katastrophe. Experten warnen davor, dass Istanbul nach so einem Ereignis quasi in Trümmern liegen würde. Zehntausende Menschen könnten bei solch einem Ereignis ihr Leben verlieren.

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Denn durch die vielen kleineren Erdbeben ist die Bausubstanz unzähliger Gebäude schon mürbe. Immer wieder stürzen Häuser schon bei kleineren Erschütterungen der Erdkruste ein, weil sich über die Jahre Risse in der tragenden Struktur bildeten. Doch auch besser gebaute Gebäude werden bei solch einem ruckartigen Beben wohl stark in Mitleidenschaft gezogen.

Wann es so weit ist, können die Wissenschaftler nicht vorhersagen. Doch was sie sagen können, ist, dass das große Beben kommt.

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1 KOMMENTAR

  1. Die derzeitige Instabilität der EU läßt sie von härteren Maßnahmen gegen Italien abweichen und das kann man an der Aufhebung des Dezifitverfahrens gegen dieses Land erkennen, weil man nicht die viertgrößte Wirtschaftskraft in der EU verlieren will und sobald sie wieder Oberwasser haben werden sie mit ihrer alten Tour weitermachen, obwohl es schon befremdlich ist, daß auch die Italiener den Migrationspakt unterzeichnet habe, was ja im Widerspruch zu ihrer Verweigerungshaltung in der Asylfrage steht und nun mag ja diese lobenswert sein, aber die eigentliche Grundhaltung der Lega Nord ist damit noch nicht offenkundig, lediglich die ihres Anführers, aber auch das könnte Show sein, warten wir es ab und dann kommt noch eines hinzu, die historischen Verbindungen zu Libyen und die Vereinbarungen, die Reisemöglichkeiten von dort aus zu unterbinden und dennoch kommen immer wieder welche durch, trotz Satelittentechnik, was ja auch zu denken gibt und hoffentlich nicht nur ein Feigenblatt darstellt um selbst zu glänzen.

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