Eine australische Familie verweigerte die Zahlung von Steuern an den Staat. Der Grund: diese seien gegen den Willen Gottes.

Von Redaktion

Einer christlichen Familie, die sich weigerte, Einkommensteuer zu zahlen, weil sie „gegen Gottes Willen“ handelte, wurde befohlen, mehr als 2 Millionen Australische Dollar (1,25 Millionen Euro) an das australische Finanzamt zu zahlen. Rembertus Cornelis Beerepoot und Fanny Alida Beerepoot aus Tasmanien hatten seit 2011 keine Einkommensteuer mehr gezahlt.

Ihre Farm wurde 2017 von ihrer Gemeinde beschlagnahmt und verkauft, nachdem sie sieben Jahre lang ihre Steuern nicht bezahlt hatten. Frau Beerepoot sagte dem Gericht: „Wir besitzen nichts, weil wir [Gottes] sind.“

Die Geschwister vertraten sich am Mittwoch vor dem Obersten Gerichtshof von Tasmanien, nachdem sie 2017 etwa 930.000 USD an Einkommenssteuer und anderen Abgaben nicht gezahlt hatten, berichtet ABC News.

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Cornelius Beerepoot hatte argumentiert, dass das Gesetz Gottes das „oberste Gesetz dieses Landes“ ist und dass die Steuerpflicht der Menschen ihre Abhängigkeit von Gott schwächt, was zu „Flüchen … in Form von Dürre und Unfruchtbarkeit“ führen würde.

„Unsere Loyalität von Gott auf das Commonwealth zu übertragen, würde bedeuten, gegen Gott zu rebellieren und damit das erste Gebot zu brechen“, so der öffentlich-rechtliche Sender.

In seinem Urteil sagte der Richter Stephen Holt, dass, obwohl er glaubte, dass die Überzeugungen der Beerepoots aufrichtig sind, dass es keinen spezifischen Hinweis in der Bibel gibt, der ihre Argumentation stützen würde. „Meiner Ansicht nach besagt die Bibel effektiv, dass Zivilsachen und das Gesetz Gottes auf zwei verschiedenen Gebieten wirken“, so der Richter.

Die Geschwister wurden aufgefordert, ähnliche Beträge zu zahlen – Frau Beerepoot 1,17 und Herr Beereport 1,16 Millionen Australische Dollar. Diese sollen die „Einkommensteuer, Verwaltungssanktionen und allgemeine Zinskosten“ und andere Kosten decken, wie Gerichtsurkunden belegen.

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5 KOMMENTARE

  1. Im Recht zu sein und Recht zu bekommen sind auf dieser Erde zweierlei.
    Wenn die Oberteufel den Richter stellen, ist unklug dagegen anzutreten.

  2. Steuern müssen in einem Gemeinwesen gezahlt werden.
    Die Höhe und Vielzahl der Steuern ist jedoch sittenwidrig bezw. skandalös.
    Die Zweckentfremdung und Verschwendung der Steuern ist zumindest in Asyl-Deutschland kriminell.

  3. Solange sie auf ihrem eigenen Territorium sitzen und es nicht verlassen, könnte man diese Begründung sogar noch gelten lassen, aber dennoch unterliegen sie gewissen Staatsbürgerpflichten und dazu gehört auch die Steuerabgabe und das ist Allgemeinbeschluß seit hunderten von Jahren und demzufolge kann sich niemand davon befreien, mögen die Argumente auch zum Nachdenken anregen, aber deswegen dürfen Gesetze nicht mißachtet werden, es sei denn, man hat wirklich nichts mehr vorzuweisen und ist nur noch mit Hemd und Hose als Eigentum bekleidet, dann könnte man es nachvollziehen und Milde walten lassen.

  4. Also, Jesus hatte diese Frage ganz einfach beantwortet: Was für Zeichen stehen auf den Geldmünzen (damals der Kaiser -> Isreal war unter römischer Besatzung), also, gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört! Sicherlich bei einem anständigen Kaiser wäre der Steuersatz pauschal 10% Ende, aber es geht im Christentum (genauer: Nachfolge Jesu!) NICHT zuerst ums Geld, sondern ums Herz (Liebe Gott und Deinen nächsten mit ganzen Herzen). Gebt Gott, was Gottes ist. Also, Steuern zu zahlen ist kein Grund gegen den Glauben, in den Krieg zu ziehen oder den Nachbarn zu verfluchen, das ist gegen den Glauben!

  5. Quod erat demonstrandum.
    Steuern sind nur Lösegeld, damit man nicht sofort vom Staat eingesperrt wird. Und dafür läuft die Mehrheit der Bevölkerung FREIWILLIG in die nächste Wahlzelle, um sich seinen Lieblingsschmarotzer zu wünschen. Bei einer Steuerlast von ca. 70%!
    Demokratie ist wahrlich die Diktatur der Dummen.
    Buchtipp: Sicher ohne Staat, von Oliver Janich.

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