Wladimir Putin. Bild: kremlin.ru

Die NATO sei am derzeitigen Chaos in Libyen Schuld, so Russlands Präsident Wladimir Putin. Europäische Flugzeuge hätten das Land bombardiert.

Von Redaktion

Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das von den USA geführte NATO-Militärbündnis für die Zerstörung Libyens verantwortlich. Er warnt davor, dass sich die Lage dort verschlechtert, da immer mehr Militante von Syrien in das nordafrikanische Land ziehen.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte in Rom sagte Putin, es sei wichtig, sich daran zu erinnern, wie sich das Chaos in Libyen entwickelt habe. „Erinnern sie sich, wer Libyen zerstört hat? Es war eine NATO-Entscheidung. Es waren europäische Flugzeuge, die Libyen bombardierten“, sagte er.

Das nordafrikanische Land ist in einen Bürgerkrieg geraten, seit der langjährige Herrscher Muammar Gaddafi 2011 nach einem Aufstand und einer militärischen Intervention der NATO gestürzt und getötet wurde.

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Putin sagte, dass es „notwendig ist, das Blutvergießen so schnell wie möglich zu stoppen. Es ist notwendig, den Dialog so bald wie möglich zu beginnen.“

„Ich denke nicht, dass Russland der Hauptverantwortliche für eine Lösung des Konflikts sein muss. Fragen wir die, die das Problem verursacht haben“, fügte er hinzu.

Machtvakuum nach Gaddafis Sturz

Putin äußerte sich auch besorgt über den Zustrom von Terroristen aus der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib nach Libyen. Putin äußerte sich auch besorgt über den Zustrom von Terroristen aus der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib nach Libyen. Eine Situation, die er als „sehr bedrohlich“ bezeichnete.

Gaddafis Sturz schuf ein riesiges Machtvakuum in Libyen und führte zur Entstehung zahlreicher militanter Outfits, darunter die Terroristengruppe „Islamischer Staat“ (Daesh).

„Wir müssen mit unseren EU-Freunden zusammenarbeiten, um den Dialog mit allen Parteien in Libyen aufrechtzuerhalten, damit das libysche Volk die Funktionsfähigkeit seiner Institute wiederherstellen kann“, sagte der russische Staatschef.

Der italienische Premierminister Giuseppe Conte forderte die internationale Gemeinschaft auf, alle beteiligten Parteien in Libyen zu vereinen und ihnen zu helfen, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen Waffenstillstand zu erreichen.

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9 KOMMENTARE

  1. RT DEUTSCH berichtet

    Ex-US-Diplomat John Graham: Libyen wird komplett zu einem gescheiterten Staat

    Nichts an der schlimmen Situation in Libyen seit dem Sturz von Gaddafi hat sich verändert, sagte John Graham, ehemaliger US-Botschafter in Libyen. Vor ein paar Wochen gab es in dem Land drei separate Regierungen. Mittlerweile sind es wahrscheinlich schon vier.

    Am Montag leitete Ägypten einen weiteren Luftschlag gegen Positionen von Terrormilizen in Libyen ein. Libyschen Militärs trafen ägyptische Kampfjets Stellungen um die Stadt Derna, in der Nähe der Grenze zu Ägypten.

    Herr Graham, seit dem Aufstand gegen Muammar Gaddafi und dem Sturz seiner Regierung versucht der Westen, eine Übergangsregierung in Libyen einzurichten, um die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen zu beenden. Glauben Sie, dass diese Versuche die Situation in diesem Land eher verbessert oder verschlechtert haben?

    „Nichts hat die Situation dort verbessert. Libyen wird zu einem komplett gescheiterten Staat. Vor ein paar Wochen hatten wir drei separate Machtquellen oder drei einzelne alternative Regierungen. Nun scheint es, dass wir eine vierte Partei haben. Es ist zurzeit sehr schwierig, zu sagen, was passiert“.

    Kommentar

    Das Land war mit Gaddafi stabil und seine Bewohnen ging es gut, denn der böse Gaddafi hat mit hohen Geldzuwendungen seine Bürger geradezu verwöhnt.

    Aber Gaddafi wollte seinen Ölhandel nicht mehr in Dollar abwickeln….das war seine Todesurteil und letztlich das Todesurteil seine Landes !!

  2. So grausam war Gaddafi

    http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/8852-grausam-war-Gaddafi.html

    Was der Diktator und Tyrann Gaddafi seinem Volk alles antat, wird jetzt täglich Stück für Stück bekannt. Hier eine Aufzählung seiner Grausamkeiten unter denen die Libyer 4 Jahrzehnte leiden mussten.

    1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.

    2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.

    3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.

    4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.

    5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.

    6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.

    7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.

    8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.

    9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.

    10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde..

    11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.

    12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.

    13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.

    14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.

    15. Gaddafi startete Das „Great-Man-Made-River-Projekt“ (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.

    Gott sei Dank haben Nato und Rebellen das libysche Volk davon befreit.

  3. Peter Scholl-Latour, sichtlich geschockt von Maischbergers Kühlheit, antwortete:

    “Ja entschuldigen Sie ich bin kein Folterer! Stellen Sie sich das mal vor, der ist gepfählt worden, nicht wahr – im Zeichen der Demokratie!”

    Es ist dermaßen schockierend und widerlich, was diese Rebellen da gemacht haben. Und noch schlimmer ist es, dass der Westen dies billigte.

    Jemanden zu pfählen ist mit das Grausamste, was man einem Menschen antun kann.

  4. USA gegründet vor 239 Jahren, davon 222 im Krieg (93%)

    http://www.gegenfrage.com/usa-gegruendet-vor-239-jahren-davon-222-im-krieg-93/

    Seit der Staatsgründung der USA vor 239 Jahren verging kein Jahrzehnt ohne eine kriegerische Auseinandersetzung mit einem anderen Land. Insgesamt 222 Jahre bzw. 93 Prozent des gesamten Zeitraums befanden sich die Vereinigten Staaten im Krieg.

    Pentagon Autor: Mariordo Camila Ferreira & Mario Duran, Lizenz: CC BY-SA 3.0

    Seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776 sind 239 Jahre vergangen. Davon befanden sie sich 222 Jahre, also 93 Prozent der Zeit, im Krieg mit anderen Ländern.

    Mit anderen Worten gab es im gesamten Zeitraum zusammengerechnet nur 17 Kalenderjahre, in denen die USA keinen Krieg führten. Um dies in Perspektive zu setzen: Alle US-Präsidenten führten während ihrer Amtszeit mindestens einen Krieg. Es verging seit 1776 kein einziges Jahrzehnt, in dem die USA keinen Krieg führten. Der längste friedliche Zeitraum seit der Unabhängigkeitserklärung der USA waren fünf Jahre während der Weltwirtschaftskrise (1935-1940), was danach folgte ist traurige Geschichte.

    Aktuell befinden sich die USA laut einem Statement des Weißen Hauses gleich in 14 Ländern auf einmal in kriegerischen Auseinandersetzungen: Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Kuba, Niger, Tschad, Uganda, Ägypten, Jordanien, Kosovo, Ukraine, Zentralafrikanische Republik und Tunesien. …WEITERLESEN

  5. Die angloamerikanischen Kriege laufen seit vielen Jahrzehnten immer nach dem gleichen Strickmuster ab, indem sie dem vermeintlichen Gegner zuerst alle menschlichen Qualitäten absprechen und dadurch Stimmung erzeugen um anschließend als Retter aufzutreten, allerdings mit völlig anderen Absichten und somit haben sie die Welt überall aufgemischt und dabei den eigenen Bürgern vorgegauckelt man müsse das Böse tilgen und nur wenige Präsidenten haben es geschafft, sich zurückzuhalten, alle anderen wurden durch den Druck des Kapitals und des Militärs davon überzeugt, daß eine Notwendigkeit der Intervention besteht, wobei es sicherlich einige Kriege gab, die berechtigt waren, aber der große Rest war rein idiologischer und wirtschaftlicher Natur mit den schlimmsten Auswirkungen bis zum heutigen Tage und wenn man durch Militäreinsatz einen vermeintlich üblen Zustand beendet und gleichzeitig damit einen neuen schafft hat man die Pest gegen Cholera im Kriegsgebiet ausgetauscht und das nützt niemand, weil Instabilität schon die neuen Voraussetzungen für weitere Konfrontationen schafft, wie man es nun erneut am Zustand in Libyen erkennen kann und das alles hat wenig mit Weisheit zu tun, hier liegen handfeste Interessen vor und die betroffenen Völker sind ihnen genauso egal, wie sie es deren ehemaligen Machthabern selbst vorwerfen.

    • Diese Früchtchen haben Deutschland auch in zwei WK getrieben, um eben für immer Absahnen zu können. Keiner Nation auf der Welt konnte man den Schuldkult so einhämmern wie dem deutschen Michel. Das Resultat sieht man heute!

  6. Wie immer einen klaren Kopf und eine präzise Aussage von Präsident Putin.
    Wenn man weiss,dass es in der Politik keine Zufälle gibt,wird auch klar,warum die Amerikaner Libyen destabilisiert haben : Es ist der perfekte Schachzug um den Hooton-Plan durchzuführen.Merkel als Kalergi-Preisträgerin und Kommunistin ist die perfekte Erfüllungsgehilfin.Passt alles.
    Wer es jetzt nicht kapiert… na ja.

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