Abrams Panzer bei einer Übung. Bild: Flickr / 1st Brigade Combat Team CC-BY-ND 2.0

Mitten in den Handelsverhandlungen mit China genehmigt Washington einen großen Waffendeal mit Taiwan. Für Peking ist das ein Schlag ins Gesicht.

Von Redaktion

Taiwan soll M1A2T Abrams-Panzer, Stinger-Raketen und ähnliche Ausrüstung aus den USA erhalten. Der Wert der Lieferung: rund 2,2 Milliarden Dollar. Die anhaltende Kritik an dem schon seit einiger Zeit vorbereiteten Deal durch Peking interessiert die Amerikaner jedoch nicht.

Zur Erinnerung, vor einem Monat sagte das chinesische Außenministerium im vergangenen Monat, es sei ernsthaft besorgt über die US-Waffenverkäufe an das selbstverwaltete Taiwan und forderte die Vereinigten Staaten auf, die Verkäufe einzustellen, um die bilateralen Beziehungen nicht zu beeinträchtigen.

Ein US-Marine mit Stinger MANPAD. Bild: Youtube

Der geplante Verkauf kommt ebenfalls zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt: Anfang Juni warnte Chinas Verteidigungsminister Wei Fenghe die USA während des Shangri-La-Dialogs in Singapur, sich nicht in Sicherheitsstreitigkeiten über Taiwan und das Südchinesische Meer einzumischen. Er startete auch einen kriegerischen Angriff auf die Gegner von Chinas Expansionsplänen in Richtung Südchinesisches Meer und Taiwan und erklärte: „Wenn sie kämpfen wollen, werden wir bis zum Ende kämpfen.“

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Als Reaktion darauf erklärte der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan auf dem Treffen, die Vereinigten Staaten würden nicht mehr auf Zehenspitzen um das chinesische Verhalten in Asien herumgehen. Die Bestätigung, dass ein Verkauf von Waffen im Wert von mehr als 2 Milliarden US-Dollar an Taiwan als Provokation für Chinas nationales Interesse an der Region angesehen wird, und ein klares Signal dafür, dass die Handschuhe bei geopolitischen Ansprüchen jetzt ausgezogen sind.

Beobachter warnen bereits davor, dass dieser Schritt den amerikanisch-chinesischen Konflikt auf eine neue Ebene heben könnte. Noch beschränkt er sich auf die Handelsebene, doch bald schon könnte sich dieser auf eine Schlacht um Taiwan ausweiten. Ein Horrorszenario für die gesamte asiatisch-pazifische Region.

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1 KOMMENTAR

  1. Taiwan ist aus einem Bürgerkrieg erwachsen und nicht das Resultat durch Kriege mit anderen Nationen und dem oftmals damit verbunden Landverlust und nun sollten die Kommunisten auf dem Festland mal zur Kenntnis nehmen, daß weder ihre Politik von damals, noch ihre heutige von allen geteilt wird und die Spaltung kommt einer Sezession gleich und hätten die Nordstaaten der USA den Bürgerkrieg nicht gewonnen, dann gäbe es heute vemutlich zwei Staaten auf der Fläche der USA und der Zustand in China unterscheidet sich lediglich darin, daß die Inselchinesen ausweichen konnten, wer nun aber recht hat ist eine andere Frage, denn nackte Gewalt die zum Sieg führt muß nicht immer rechtens sein und demzufolge kann man die Taiwanesen verstehen, wenn sie das kommunistische System ablehnen und sich dieserhalb verteidigen wollen, das machen andere auch und Grenzen haben sich schon oft verändert, ohne das daraus später Kriege erwachsen, das sollten die Festlandchinesen wissen und nicht auf Ansprüche hoffen die doch sehr zweifelhaft sind und auch falsch begründet werden, mal ganz von der Gefährlichkeit abgesehen, die daraus erwachsen kann, denn sie sind nicht nur von Freunden umzingelt und jeder falsche Schritt könnte sie schwerst beschädigen, auch wenn sie zur Zeit vor lauter Kraft kaum gehen können.

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