Bundesaußenminister Heiko Maas - Bild: European Institute at Columbia University / CC BY-NC 2.0

Die Bundesregierung will die Bundeswehr offenbar an einem Militäreinsatz in der Straße von Hormus beteiligen. Maas „will dabei sein“. 

Von Redaktion

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat in der Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages am Mittwoch gegenüber den Sitzungsteilnehmern angekündigt: „Wir wollen da dabei sein!“, berichten die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Zudem werde man ein nötiges Mandat auf jeden Fall dem Bundestag zur Abstimmung vorlegen.

Die Bundesregierung wolle demnach positiv auf eine Bitte der britischen Regierung reagieren. Hintergrund ist der sich zuspitzende Konflikt mit dem Iran und die Sorge, dass der Seeweg am Persischen Golf blockiert werden könnte. Zu diesem Zweck sei man intensiv mit den Regierungen in London und Paris im Gespräch, heißt es.

Unklar sei, ob der Militäreinsatz unter dem Dach der Europäischen Union stattfinden werde oder in Kooperation verschiedener Mitgliedstaaten, berichten die Zeitungen unter Berufung auf eigene Informationen. Ebenfalls unklar sei, wie die militärische Beteiligung der Bundeswehr konkret aussehen könnte. Die Rede sei von Hilfe zur Aufklärung.

Loading...

Diese könnte sowohl aus der Luft etwa mit Awacs-Flugzeugen als auch mithilfe von Korvetten oder Fregatten erfolgen. „Natürlich stehen wir im Rahmen des weiteren Informationsaustausches zur aktuellen Lageentwicklung in der Straße von Hormus auf verschiedenen Ebenen im stetigen Kontakt mit unseren alliierten Partnern“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen dem „RND“.

Dabei gehöre es „bei aller Zurückhaltung zum militärischen Handwerkszeug, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein“. Dies gelte „auch für die Fälle, bei denen wir hoffen, dass sie nie eintreten“, so der Sprecher weiter. Derzeit habe die Bundeswehr weder Schiffe noch Flugzeuge in der Region (Anm.d.Red.: …wahrscheinlich auch nicht einsatzbereit).

„Auch im Ausschuss hat Außenminister Maas keine Vorfestlegung über eine Teilnahme an einer möglichen Mission am Golf getroffen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. „Wenn es zur Deeskalation in der Straße von Hormus beiträgt, sind wir offen für Gespräche über eine EU-geführte Marinemission.

Eine Koalition der Willigen ohne Beteiligung eines Systems kollektiver Sicherheit genügt den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts nicht. Deshalb kommt für uns nur eine EU-geführte Mission infrage“, sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Zentrale Überlegung hinter dem Plan der Bundesregierung und anderer europäischer Staaten sei es, die Lage in der Straße von Hormus nicht den USA zu überlassen und damit eine weitere Eskalation zu vermeiden, berichten die Zeitungen.

Loading...

7 KOMMENTARE

  1. Sie wollen den persischen Golf und seinen Engpaß nicht den Amerikanern überlassen, sagt ein grüner Perser, der sein Heimatland aus der Ferne der Sicherheit wegen verteidigt und sicherlich werden sich Trump und Johnson mit ihm und dem roten Außenminister in Verbindung setzen, bevor es kracht, denn die Angelegenheit ist zu wichtig um einfach blind loszuschlagen, da braucht man schon den fachmännischen Rat und das Know How der linken Politkamarilla Deutschlands, denn ohne sie wäre alles nur die Hälfte wert, denn immerhin sind sie ja Meister der Observation und können die beiden Länder zum Feind hinführen und das ist viel wert und außerdem juckt es in den Fingern, wenn man die Armee nicht mal wieder in der Praxis üben läßt, sonst darf man ja anschließend nur am Katzentisch sitzen und bekommt Minderwertigkeitskomplexe, das Hauptproblem dieses Landes in kollektiver Selbstverwaltung.

    • wo ist denn Außenminister Maas rot? Wo sehen Sie denn hier „Linke“? Diese Regierung war von Anbeginn rechter als rechts, daran hat sich nichts geändert.

  2. Maas will Krieg, Krieg um jeden Preis.

    GB möchte, im Auftrag des internationalen Finanzkapitals, den Krieg provozieren und beginnen. Da sucht man sich „Willige“, einschließlich der EU, um ein Mäntelchen der „Legalität“ auszubreiten.

    Dabei ist es egal ob eine Beteiligung mit direkten Kampfeinheiten oder Awacs-Flugzeugen erfolgt, wer da mitmacht, hängt voll mit drin. Jeder deutsche Abgeordnete im Bundestag sollte das wissen.

  3. Maas ist Aussenminister und hat gar keine Befugnis über die eingeschränkte Bundeswehr zubestimmen !
    Er kann seine Diplomatendackel abwatschen über beheulen, das ist sein Ressoire !
    Allerdings ist die ReGierung ein Haufen von Blender denen ihr eigentlicher Ministerposten scheissegal ist und sich ewig in andere Ministerposten einmischen ohne irgendwelchen Widerstand seitens der betreffenden Ministern bzw. Ministerinnen.
    Und die derzeitige Chefin Kassner alias Merkel geht das natürlich am Allerwertesten vorbei.
    Alles nur eine üble Mischpoke !

    Stellt Euch das mal in einer Firma vor !
    Mit solch einem Gebarren bekommt man jede Firma pleite !!!

  4. Das kassische Profil von Gaffern:
    überall dabei sein, den Mund sperrangelweit aufreißen und andere bei der Lösung von Problem-Zuständen behindern, wo sie nichts verloren haben.

  5. Ach lasst ihn doch bitte mal dabei sein,er will es so.Mit Rauschebart und langen fettigen Haaren.wie Woody Allen in „Bananas“.
    So ungefähr stell ich mir den Kleinen mit seinem tief sitzenden Minderwertigkeitskomplex im Krieg bei den Mullahs vor.
    Das muss man sich mal geben.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here