Juncker-Nachfolge: Fehlentscheidung von der Leyen

Ursula von der Leyen soll Jean-Claude Juncker nachfolgen. Eine strikte Transatlantikerin und Bilderberg-Teilnehmerin. Das ist eine absolute Fehlentscheidung.

Von Marco Maier

Gestern Abend wurde bekannt, dass Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen für das Amt als EU-Kommissionspräsidentin nominiert wurde. Die CDU-Politikerin soll im Herbst auf Jean-Claude Juncker folgen. Und das, obwohl sie im EU-Wahlkampf gar nicht als Kandidatin auftrat. Doch nach der breiten Ablehnung der bisherigen Spitzenkandidaten Manfred Weber (EVP) und Frans Timmermans (S&D) mussten die Konservativen eine neue Personalie aufstellen.

Damit wird die strikte Transatlantikerin jedoch von ihrem Pfusch im Verteidigungsministerium weggelobt. Offenbar soll sie noch einen guten Versorgungsposten erhalten, bevor die GroKo wahrscheinlich bereits im Herbst implodiert. Ein Dank für Loyalität gegenüber den westlichen Eliten. Immerhin sagte sie noch 2017 bei der Münchner Sicherheitskonferenz: „Eine stabilie EU ist genausosehr im amerikanischen Interesse wie eine vereinte NATO“. Doch was gehen uns Europäern die amerikanischen Interessen an? Sollten wir uns nicht um unsere eigenen Interessen kümmern?

Die mehrmalige Besucherin der Bilderberg-Treffen galt schon seit einiger Zeit als Anwärterin für Spitzenposten. Unter anderem war sie vor einigen Jahren schon als Merkel-Nachfolgerin im Gespräch. Doch innenpolitisch war sie nie wirklich durchsetzbar, zumal sie keine großen Beliebtheitswerte erzielt. Auf europäischer Ebene spielt das hingegen kaum eine Rolle. Den Deutschen alleine muss sie ja nicht gefallen.

Doch mit einer überzeugten Transatlantikerin an der Spitze der Europäischen Kommission, tut sich die EU keinen großen Gefallen. Ist Juncker ein Vertreter des EU-Nationalismus, so stellt von der Leyen eine Vertreterin des transatlantischen Establishments dar. Das wird auch die europäischen Beziehungen mit Russland (unter anderem auch mit China) auf Dauer noch stärker belasten als ohnehin schon. Ist das das Ziel?

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4 Kommentare

  1. Man sollte dabei nicht vergessen, daß weder Weber noch Timmermanns von unterschiedlichen Seiten gefragt waren und deshalb dieser Kompromiß und deshalb lieber einen Spatz in der Hand als einen linken Geier auf dem Dach, mal ganz von dem abgesehen, daß noch keine entgültige Bestätigung erfolgte und ihre Wahl ist kein Zufall, da hat man aus der Koalitionsräson heraus Weber hohllaufen lassen um dann den eigenen Wunschkandidaten zu platzieren, wobei diese Entscheidung nun entgültig die Regierungskoalition sprengt, aber auch das ist ihre egal, es lauern ja schon die die grünen Marxisten darauf an einer neuen Koalition beteiligt zu werden und das wird uns dann den Rest geben von dem wir uns nicht mehr erholen werden.

  2. Sie wird das fortsetzen, was Jean-Claude Juncker nicht mehr vollenden konnte, die Zerstörung der EU-Staaten. Da die MSM weitestgehend dazu schweigen werden oder gar in vordergründig konstruierte Lobgesänge verfallen, wird sie ihr Machwerk ganz leise und frei von jedem Unrechtsbewusstsein vollziehen können.

    Anders als Weber oder Timmermanns wird sie ihre wirklichen Absichten und Ziele nie hinausposaunen. Lügen, Intrigen und der Euphemismus sind ihr unterstützendes Handwerkszeug – eine Parade-Bilderbergerin.

    Es bleibt abzuwarten, ob das den Widerstand fördert oder die Abwärtsspirale beschleunigt.

  3. Mit dieser Versagerin auf allen Feldern.als Verteidigungsministerin müsste diese
    Dame vor Gericht gestellt werden.(Korruptionsaffäre)
    Der Niedergang der CDU wird weitergehen .
    Die Verantwortung liegt bei Angela Kasperzak(Merkel)

  4. Ein Personalbüro das nach der 2. Person, die es auffährt ins Stottern gerät.
    Die falsche Entscheidung zur 3. Kandidatin kann für uns die richtige bedeuten.
    Eine Schnepfe, die so schnell wieder abtaucht, wie sie am Napf aufgetaucht ist.

    Die Tausendsassa in der Gasse mit einem hochgezogenen Bein und dem Rücken zur abgewetterten Hausmauer. (fällt mir dazu gerade ein)

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