Wolfgang Ischinger. Bild: Wikimedia Commons/ Marc Müller CC BY-3.0-DE

Deutschland als Exportweltmeister müsse Kriegsschiffe an den Persischen Golf schicken. Dies fordert Sicherheitskonferenz-Chef Wolfgang Ischinger.

Von Redaktion

Wolfgang Ischinger, seines Zeichens Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz und strikter Transatlantiker, fordert Berlin dazu auf, sich an einer EU-Marine-Mission am Persischen Golf zu beteiligen. Es gebe laut ihm kaum ein anderes Land, dass „von der Freiheit der Schifffahrt so stark“ abhänge, „wie der Exportweltmeister Deutschland.“

Gegenüber der „Welt“ fordert er deshalb, dass die „Bundesrepublik auch nicht von der Reservebank aus zuschauen“ dürfe, „wenn jetzt eine maritime EU-Schutz-Mission am Golf diskutiert wird“.

Der Iran stelle den Westen vor eine doppelte Herausforderung, eine diplomatische wie auch eine sicherheitspolitische. „Einerseits geht es um die Frage, ob und wie das Atomabkommen mit Teheran noch zu retten ist“, so der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz. Zum anderen müsse „der Westen sich fragen, wie eine Eskalation des „Tankerkriegs“ in der Straße von Hormus verhindert und maritime Handelswege nachhaltig geschützt werden können“, so Ischinger weiter.

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Doch das Problem dabei ist: je mehr Kriegsschiffe im Persischen Golf herumkreuzen, umso größer wird die Gefahr einer Eskalation. Schon ein kleiner Fehler kann das Pulverfass zur Explosion bringen und die ganze Region samt Anhang in einen Krieg stürzen lassen.

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5 KOMMENTARE

  1. Oh du lieber Himmel.
    „Und bist du nicht willig, dann gebrauch ich Gewalt“.
    Das war einmal.
    Wie kommen solche Leute zu solchen Posten?
    Wie können soche krude Gestalten ihr Positionen halten?
    Mit welchen Fressalien ernähren sich solche Leute?
    Der schlägt ja selbst noch den Intus der 68er.

    • Ischinger ist wie Merkel, Chr. Wulff, Jens Weidmann ( Bundesbank), Thomas deMaiziere, Cem Özdemir………………. ein Absolvent des YoungLeaders-Programm des American Council on Germany. Gründungsväter des American Council of Germany waren der „Hohe Kommissar“ im Nachkriegs-Deutschland j. McCloy und der Bankier Eric M. Warburg. Heute sitzen im A.C.o.G. etwa 800 Mitglieder von beiden Seiten des Atlantiks. „Deutsche“ Mitglieder sind z.B. Josef Joffe ( Herausgeber der ZEIT )Bankier von Oppenheim, Kurt Viermetz ( HypoRealEstate Holding – ist einer der Direktoren und empfing bereits 2003 A.Merkel in den USA – wir erinnern uns „alternativlose Bank“ ).

      @saure gurke, nicht vergessen, wir leben in einer perfekt gestylten Gesellschaft, in der nichts zufällig abläuft.

      • Korrekt.
        Da diese Leute sich wie am Band analog mausern, ist es naheliegend, dass sie von derselben Lehranstalt indoktriniert wurden und sich bereits aus der Studienzeit kennen, oder mit demselben Verein vernetzt sind.
        Ähnlich ging es in den 80er Jahren in Italien zu. Als man die Terrororganisation Rote Brigaden aushob folgte Klarsicht. Der Faden führte in eine Universität in Oberitalien. Es waren Dozenten, die diesen Leuten ins Hirn geschissen hatten.

        Ich wage zu behaupten, dass in Schnittpunkten solcher Ebenen die italienische Polizei weit effizienter denkt und handelt als die Deutsche von heute. Sie erweist sich ihrem Volke gegenüber loyaler.
        Wer kann dem BND oder den Militärs oder der Polizei der Deutschen gegenwärtig noch eine Unparteilichkeit attestieren? Ich denke keiner.

  2. Wer militärisches Gerät verkaufen will muß auch in der Praxis beweisen, daß es was taugt und somit wäre es auch ein verkaufsfördernder Ausflug in unbekannte Gewässer, immer unter der Voraussetzung, daß sie die Maschinen zum Laufen bringen, die Geschütztürme nicht klemmen und die Kinderbetreuung an Bord richtig organisiert ist und wenn dann nichts mehr im Wege steht, könnte man ins Morgenland fahren, immer unter der Voraussetzung, daß man dort auch ankommt, denn auch das ist heutzutage so eine Sache.

  3. Dieser Hooligan ist doch so hohl im Kopf, dass er ohne sein Souffleur Gerät im Ohr kein Wort über seine Lippen bringen könnte.
    Ahnung von dem was der da absondert hat dieser Typ jedenfalls nicht. Es gibt z.B. nur noch einen deutschen Reeder, der seine Tanker auch unter deutscher Flagge segeln lässt.
    Soll doch der Reeder, der die größte Tankerflotte der Welt hat die Kriegsmarine seines Landes dort hin schicken. Das wäre dann in diesem Falle die norwegische Marine. Aber die versenken lieber ihre nagelneue Fregatte vor der eigenen Küste, weil sie noch nicht mal die grundlegenden Ausweichregeln der Seefahrt kennen.

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