HMS Kent (bei einer französischen Carrier Strike Group). Bild: Royal Navy

Ein drittes britisches Kriegsschiff ist auf dem Weg in den Persischen Golf. Die Spannungen in der Region nehmen weiter zu.

Von Redaktion

Das Vereinigte Königreich hat angekündigt, noch in diesem Jahr ein drittes Kriegsschiff an den Persischen Golf zu schicken. Dies ist ein Schritt, der im Zuge der zunehmenden Spannungen mit Teheran wegen der illegalen Beschlagnahme eines iranischen Öltankers erfolgt.

Das britische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, dass die HMS Kent, eine Fregatte des Typs 23, „im September“ im Rahmen einer Operation am Persischen Golf stationiert werde, um sicherzustellen, dass Großbritannien in der strategischen Region eine kontinuierliche maritime Sicherheitspräsenz aufrechterhält.

Das Verteidigungsministerium betonte jedoch, dass der Einsatz schon „lange geplant“ sei und keine Eskalation. „Diese lang geplanten Bewegungen spiegeln keine Eskalation der britischen Haltung in der Region wider und sind Routine“, sagte der Verteidigungsminister.

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Dem Ministerium zufolge befindet sich die Fregatte HMS Montrose vom Typ 23 derzeit in der Region, muss jedoch gewartet und die Besatzung gewechselt werden. Der Zerstörer HMS Duncan vom Typ 45 wird auf dem Weg zum Persischen Golf die Kontrolle übernehmen. Die Duncan wird voraussichtlich nächste Woche eintreffen.

Die Stationierungen erfolgten nach wochenlangen Spannungen im Persischen Golf, die sich weiter verschärften, als Großbritannien Anfang dieses Monats den iranischen Öltanker „Grace 1“ vor der Küste von Gibraltar illegal beschlagnahmte.

Berichten zufolge erfolgte die Beschlagnahme jedoch auf Ersuchen der Vereinigten Staaten, die darauf abzielen, die iranischen Ölexporte im Rahmen ihrer Sanktionen gegen die Islamische Republik auf „Null“ zu senken.

Die Islamische Republik verurteilte die illegale Beschlagnahme als „Seepiraterie“ und rief den britischen Botschafter dreimal auf, um ihren Protest gegen die Beschlagnahme zu übermitteln. Der Iran hat Großbritannien aufgefordert, seinen Öltanker unverzüglich freizugeben.

Der Führer der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, prangerte am frühen Dienstag die illegale Beschlagnahme des iranischen Öltankers durch Großbritannien an und warnte davor, dass der Akt der „Piraterie“ nicht unbeantwortet bleiben werde.

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2 KOMMENTARE

  1. Die benehmen sich noch wie die Halbstarken in meiner Jugend und haben bis heute als Erwachsene nichts dazu gelernt und schauckeln sich in pupertärer Manier gegenseitig hoch und vor solchen Leuten soll man noch Achtung haben, da müßten sie anders handeln um zu beweisen, daß sie wirklich intelligent sind, aber vermutlich ist das auch nicht gefragt, wenn es um die Gewinnmaximierung geht und die Halbstarken dieser Welt sind wieder mitten unter uns, rüpelhaft und dumm, wie damals.

  2. Man kann das Ganze auch wie einst Admiral Horatio Nelson sehen, als er sagte, dass man Matrosen ständig beschäftigen muss, sonst fangen die an zu meutern.

    Nur sollte man dabei nicht übertreiben, sonst könnte das alles nach hinten los gehen. Nennt man backflash.

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