Blick auf Athen.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Griechenland liegen die oppositionellen Konservativen in Führung. Die regierende Syriza verliert stark.

Von Redaktion

Die von Kyriakos Mitsotakis angeführte konservative Partei der Neuen Demokratie (ND) Griechenlands gewinnt die vorgezogenen Parlamentswahlen am Sonntag mit wohl 40 Prozent der Stimmen. Dies zeigen Hochrechnungen nach Auszählung von 73 Prozent der Stimmen.

Die unter der Abkürzung Syriza bekannte Koalition der radikalen Linken von Ministerpräsident Alexis Tsipras erzielt demnach rund 32 Prozent der Stimmen. Ein deutlicher Verlust gegenüber den letzten Parlamentswahlen.

Das griechische Wahlsystem bevorzugt die stärkste Partei und garantiert ihr zusätzliche Sitze. Damit sollen Mehrparteien-Koalitionen verhindert und die parlamentarische Demokratie gestärkt werden. Die ND kann dadurch mit zwischen 155 und 167 Sitzen im 300 Abgeordnete umfassenden Parlament rechnen und hat dadurch eine absolute Mandatsmehrheit sicher.

Loading...

Konservativen-Chef will ambitionierte Reformen

Kyriakos Mitsotakis, der Chef der Konservativen, sagte, dass das Wahlergebnis ihm ein starkes und klares Mandat gebe, Griechenland zu verändern. Offenbar soll es eine deutliche Kursänderung gegenüber den letzten Jahren geben.

Er betonte, die Gespräche mit europäischen Gläubigern würden sofort beginnen, und seine Partei habe bereits einen Plan für eine mutige Reformagenda. Man kann davon ausgehen, dass diese mit weiteren deutlichen Einschnitten für die Griechen einhergehen.

Loading...

1 KOMMENTAR

  1. Man lernt ja immer noch was dazu, denn das griechische Mehrheitssystem war mir so nicht bekannt und es ist gut, daß die stärkste Partei die Regierung stellt, denn unser Koalitionssystem negiert den Wählerwillen und das ist deshalb tückisch, weil man schwarz mehrheitlich wählen und Rot-Rot-Grün bekommen kann und da ist was falsch im System oder so gewollt um die Wählerentscheidung auszuhebeln und soweit ich mich erinnern kann, war das auch der Vater der Gedankens um eine erneute Diktatur zu verhindern, zum Preis eines fragwürdigen Wahlsystems, was ja ebenso in die andere Richtung mißbraucht werden kann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here