Die Funktion wurde vor Monaten in Chrome eingeführt, war aber als Opt-In eine problematische Aufgabe ohne fortgeschrittene Kenntnisse des Browsers.

Via Sputnik

Google verspricht, eine Lücke im Code seines Chrome-Browsers zu schließen, die es Websites ermöglicht, zu überprüfen, ob ein Nutzer im Inkognito-Modus surft. Dieser fordert ihn häufig dazu auf, den Modus zu deaktivieren, um fortzufahren.

Das bevorstehende Update des Google Chrome-Browsers soll verhindern, dass Websites wissen, ob der Inkognito-Modus aktiviert ist, heißt es in einem „Engadget“-Bericht.

Dies dürfte bei den Herausgebern von Websites zu Aufruhr führen – insbesondere bei Nachrichtenseiten, die eine begrenzte Anzahl von Artikeln anbieten, bevor eine Paywall aktiviert wird. Der Inkognito-Modus wird häufig verwendet, um diese Paywalls zu umgehen, da er den Zähler für gelesene Artikel zurücksetzt. Als Gegenmaßnahme verweigern Websites Benutzern routinemäßig den Zugriff auf das Surfen im Inkognito-Modus.

Der Technologieriese räumte zwar ein, dass das System missbraucht werden kann, behielt jedoch bei, dass Inkognito-Browsing aus schwerwiegenderen Gründen eingesetzt werden kann.

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Google schlug vor, dass Publisher nicht auf die Änderung von Chrome nervös reagieren und stattdessen entweder „großzügigere“ Freigabeberechtigungen in Betracht ziehen oder eine kostenlose Registrierung für alle Inhalte verlangen, nicht nur unter bestimmten Artikeln oder Bedingungen“, so „Engadget“.

Was Google versprochen hat, ist keine völlig neue Funktion. In Chrome wurde im April eine Problemumgehung eingeführt, um zu verhindern, dass Websites den Incognito-Modus erkennen. Ein Nutzer musste jedoch manuell auf eine „Flags“-Seite zugreifen und die Option „Dateisystem-API in Incognito aktivieren“ aktivieren.

In der neuen Aktualisierung ist diese Optimierung standardmäßig aktiviert. Laut „Engadget“ wird Google weitere Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Websites den Inkognito-Modus erkennen.

Die Ankündigung erfolgte nach einem Bericht, der enthüllte, wie Google, Facebook und Oracle Benutzer beim Durchsuchen von Pornoseiten nachverfolgen konnten. Bei satten 93 Prozent der über 22.000 untersuchten Porno-Websites wurde festgestellt, dass sie Daten an Dritte weitergeben. Google hat den Bericht zurückgewiesen und behauptet, dass Google-Anzeigen auf Websites mit nicht jugendfreiem Inhalt nicht zulässig sind.

„Wir erlauben keine Google-Anzeigen auf Websites mit Inhalten für Erwachsene und verbieten personalisierte Werbung und Werbeprofile, die auf den sexuellen Interessen oder ähnlichen Aktivitäten eines Nutzers im Internet basieren“, sagte ein Google-Sprecher gegenüber „The New York Times“. „Außerdem dürfen Tags für unsere Werbedienste niemals personenbezogene Daten übermitteln.“

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