Golf von Oman: Auswärtiges Amt nicht gerade von US-Plänen für Militärkoalition angetan

Das Auswärtige Amt hat skeptisch auf US-Pläne reagiert, eine internationale Militärkoalition zum Schutz von Handelsschiffen im Golf von Oman zu schmieden.

Von Redaktion

„Jede Idee, die zum Abbau von Spannungen am Persischen Golf beitragen kann, werden wir uns gründlich ansehen. Um effektiv zu einer Deeskalation in der Region beizutragen, braucht es aber einen breiten Ansatz. Dazu gehört vor allem Diplomatie und der Erhalt der Wiener Nuklearvereinbarung“, sagte Niels Annen (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat hingegen eine Beteiligung der Bundeswehr an der von den USA geplanten internationalen Koalition zum Schutz von Handelsschiffen im Golf von Oman offengelassen. „Die Diskussionen laufen und an denen wird Deutschland sich natürlich beteiligen. Aber ich kann dazu im Augenblick nichts sagen, weil das noch nicht abgeschlossen ist“, sagte Merkel.

Hintergrund ist das Vorhaben der US-Regierung, eine internationale Militärkoalition zusammenzustellen, die Handelsschiffe im Golf von Oman schützen soll.

Man stehe mit einer Reihe von Ländern in Kontakt, sagte der US-Generalstabschef Joseph Dunford. Das US-Verteidigungsministerium habe hierzu einen konkreten Plan ausgearbeitet. In den kommenden Wochen werde feststehen, welche Länder sich dem Bündnis anschließen wollen, so Dunford weiter.

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Eine offizielle Anfrage der USA ist bislang allerdings weder beim deutschen Außenministerium noch beim Verteidigungsministerium eingegangen.

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