Eine - natürlich nicht mehr scharfe - Atombombe im South Dakota Air and Space museum. Foto: Flickr / Andrea Church CC-BY 2.0

Ein geheimer Plan der kurz nach der Kapitulation Japans verfasst wurde, sah die Bombardierung der Sowjetunion mit mindestens 204 Atombomben vor. Das wäre ein Völkermord ohne Gleichen gewesen.

Von Redaktion

In einem geheimen Dokument vom 15. September 1945 heißt es: „Das Pentagon hatte vorgehabt, die Sowjetunion mit einem koordinierten Nuklearangriff in die Luft zu jagen, der gegen große städtische Gebiete gerichtet war.“

Alle größeren Städte der Sowjetunion wurden in die Liste der 66 „strategischen“ Ziele aufgenommen. Die in dem Dokument folgenden Tabellen kategorisieren jede Stadt in Bezug auf die Fläche in Quadratmeilen und die entsprechende Anzahl von Atombomben, die erforderlich sind, um die Bewohner ausgewählter städtischer Gebiete zu vernichten und zu töten. Mit sechs Atombomben sollten die größeren Städte zerstört werden, darunter Moskau, Leningrad, Taschkent, Kiew, Charkow und Odessa.

Das Pentagon schätzte, dass insgesamt 204 Bomben erforderlich wären, um „die Sowjetunion von der Karte zu löschen“. Die Ziele für einen Atomangriff bestanden aus 66 großen Städten.

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Eine einzige Atombombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde, forderte in den ersten sieben Sekunden den sofortigen Tod von 100.000 Menschen. Stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn 204 Atombomben auf Großstädte der Sowjetunion abgeworfen worden wären, wie in einem geheimen Plan der USA aus dem Zweiten Weltkrieg dargelegt.

Geheimplan für den Genozid

Das Dokument über diese teuflische militärische Agenda war im September 1945 veröffentlicht worden, kaum einen Monat nach den Bombenanschlägen auf Hiroshima und Nagasaki (6. und 9. August 1945) und zwei Jahre vor Ausbruch des Kalten Krieges (1947).

Der geheime Plan vom 15. September 1945 (zwei Wochen nach der Kapitulation Japans am 2. September 1945 an Bord der USS Missouri) war jedoch zu einem früheren Zeitpunkt formuliert worden, nämlich auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs. Zu einer Zeit, als Amerika und die Sowjetunion enge Verbündete waren.

Es ist erwähnenswert, dass Stalin auf der Potsdamer Konferenz am 24. Juli 1945, knapp zwei Wochen vor dem Angriff auf Hiroshima, erstmals über offizielle Kanäle von Harry Truman über das berüchtigte Manhattan-Projekt informiert wurde.

Das Manhattan-Projekt wurde 1939 gestartet, zwei Jahre vor dem Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im Dezember 1941. Der Kreml war sich bereits 1942 des geheimen Manhattan-Projekts voll bewusst.

Wurden die Angriffe von Hiroshima und Nagasaki im August 1945 vom Pentagon genutzt, um die Tragfähigkeit eines viel größeren Angriffs auf die Sowjetunion zu bewerten, der aus mehr als 204 Atombomben bestand?

Dem Kreml war der Plan von 1945 bekannt, 66 sowjetische Städte zu bombardieren. Hätten die USA beschlossen, keine Atomwaffen gegen die Sowjetunion zu entwickeln, hätte das Atomwaffenwettlauf nicht stattgefunden. Weder die Sowjetunion noch die Volksrepublik China hätten zur Abschreckung nukleare Fähigkeiten entwickelt.

Die Sowjetunion verlor im Zweiten Weltkrieg 26 Millionen Menschen. Ein solcher nuklearer Flächenangriff hätte die Anzahl der Todesopfer wohl vervielfacht.

Die UdSSR entwickelte 1949 ihre eigene Atombombe, als Reaktion auf die sowjetischen Geheimdienstberichte von 1942 über das Manhattan-Projekt und den US-Angriffsplan. Offenbar dauerte es zu lange, um genügend Atombomben herzustellen, so dass der Plan schlussendlich in der Schublade verschwunden blieb. Dennoch macht dieser Plan deutlich, zu was die US-Führung fähig ist.

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16 KOMMENTARE

  1. Diese Überlegung mag ja gewesen sein, aber sie wäre mehr als teuflisch gewesen, mal ganz von dem abgesehen, daß die Amerikaner eine große Chance verschlafen haben, indem sie nicht auf den Rat von General Patton gehört haben und bei Torgau halt gemacht haben, denn die Russen haben es wegen der Schwächung der Deutschen durch den Zweifrontenkrieg zwar geschafft bis nach Berlin vorzudringen, hätten aber die westlichen Allierten dort keinen Halt gemacht und sie überrannt, wäre der Widerstand nicht mehr allzu groß gewesen, denn sie haben sich ihren Sieg teuer erkaufen müssen und waren so geschwächt, daß man den Stalinismus weit über die polnische Grenze zurückgeworfen hätte und manche Probleme sich damals und heute nicht manifestiert hätten, ohne Rußland in seiner Einheit zu zerstören und somit wurde entgegen eines Ratschlages eines erfolgreichen Generals Europa in der Mitte geteilt und wir hätten uns manches was daraus erwachsen ist ersparen können, zumal gerade dieser General die Deutschen in einem anderen Licht gesehen hat und merkwürdigerweise ist er dann auch durch einen Autounfall verstorben und somit hat die Nachkriegsgeschichte ihren Lauf genommen, deren Auswirkungen bis heute sichtbar sind und als die Kommunisten in der DDR ihre Freiheit erhielten haben sich Teile davon auf den Weg gemacht, das gesamte Deutschland zu okkupieren und in dieser Phase befinden wir uns noch heute und alles sieht zu, als ob es sie nichts anginge und merken überhaupt nicht, welche hinterhältigen Kräfte am Werke sind.

    • Sehr interessant Ihre Darstelung die nur so von Konjunktiven strotzt.

      Wie viele Atombomben der USA lagern in Europa, passend für die USA-Flieger und für die NATO-Flieger, auch der deutschen? Warum lagern die in Europa?

      Dass Sie ein Kommunistenhasser sind ist ja offensichtlich, damit fahren Sie genau die Linie die Ihnen von der westlichen Unwertegemeinschaft eingeimpft wurde. Es ist die Gier des Neokapitalismus der den Weg für den Kommunismus geöffnet hat und das schon seit 1844!

    • Hätte Hätte
      Was bei den Russen im Bürgerkrieg im Nachgang des ersten WK 1920-er Jahre passierte, weiß doch keine Sau mehr. Der Sieger schreibt Geschichte, und der damalige Sieger ist weg von Fenster.

  2. Diese Story hört sich sich ja gruselig an.
    Fakt ist, dass die beiden Atombomben auf Japan nicht nur Japan zur umgehenden Kapitulation zwingen sollten, sondern es sollte der Welt für alle Zeiten zeigen, wer zukünftig das Weltgeschehen bestimmen würde. – Diese „Nummer“ hat ja bis heute an ihrer Wirkung nichts eingebüßt.

    Gleichzeitig sollte damals verhindert werden, dass Stalin nicht von den Kurilen auch noch auf Hokkaido und die Hauptinsel übersetzt. – Man drohte ihm für diesen Fall mit einer dritten Bombe dann Wladiwostok einzuäschern.

    Mehr war da nicht – und die Drohung mit einer dritten Bombe hat ja auch gereicht, um die Angelegenheiten im Sinne der Yankees dort zu klären.

    • Auf einem Verlierer/Besiegten herumtrampeln und der Öffentlichkeit zeigen, wie stark man ist.
      Tolle Moral.

    • Mehr war damals nicht möglich. Drei Bomben. In 6 Jahren selber entwickelt? Oder doch nur die gefundenen in Jonastal ausprobiert und verwertet.

  3. Das sind Planspiele wie jede gute Armee sie in der Schublade hat zu jeder Zeit. Dieser wurde nun erst bekannt, im Gegensatz zu McArther’s Idee den Korekrieg gleich mit zu nutzen um China klein zu machen, er wollte um die 35 ABomben werfen.
    Wurde abgelehnt aber er vertrat diese Idee so vehement das man es 3 Mal ablehnte und ihn dann in den Ruhestand versetzte.

    Planspiele haben nicht im Sinn den Plan zu erfüllen, es sind mathematische Gleichungen in denen die Variablen ausgetauscht werden, nichts anderes.

    Genauso wie nach WW2 (besser gesagt schon davor) der Plan war das mächtige Deutsche Reich, DIE (kommende) Grossmacht auf dem alten Kontinent, zu vernichten und für immer so klein zu halten das nie wieder eine Gefahr von ihm ausginge.
    Wurde aufgeschoben und dann dafür gesorgt das Deutschland sich selber entsorgt.
    Mit den Russen war es genauso und nach dem Zusammenbruch der UDSSR sah es auch nach einem vollen Erfolg aus mit der Suffnase Jelzin, mit einem wie Putin hat niemand gerechnet.
    Ebensowenig wie mit Trump.

    Darum sind es eben nur Planspiele und sie werden ständig angepassst, wer etwas Strategisch denken kann der weiss das und macht sich keine Gedanken über diese Nebensächlichkeien.

  4. „Planspiele haben nicht im Sinn den Plan zu erfüllen“ das ist sehr skurril, was du da schreibst.

    Positive Planspiele befassen sich mit dem Aufstellen von nötigen Wegweisern.
    Negative Planspiele befassen sich mit dem Aufstellen von Galgen.

    Jedem Verbrechen ist jeweils ein Planspiel vorangestellt worden, denn jeder Bankräuber macht sich vorher einen Plan, ob er die Bank A oder B überfallen soll.

    • Du kennst aber schon den Unterschied zwischen einem Plan und einem Planspiel? Vernrecher machen einen Plan (wenn sie nicht vollkommen verblödet sind) und Militärs Planspiele, kannst auch Kreigsspiele dazu sagen. Diese haben nicht den Sinn durchgeführt zu werden, wenn man es durchführen will ist es ein Plan.

      Militärische Planspiele haben den Sinn auf evtl. AAktionen eine Reaktion zu haben oder auch herauszufinden wie und ob ein Gegner auf einen Plan reagieren könnte.

      Wie ich schon schrieb, wer etwas Ahnung hat…

    • Wenn die Planspiele vom Militär oder Gangstern kommen: damit keiner merkt wer es war, Dunkelheit hilft.
      Wie im letzten Krieg, grünes Licht , bum und es hat den Richtigen getroffen. Jugoslawien war weniger deutlich.
      Die „tapferen“ Aliierten kamen 1944 auch fast immer in Dunkeln.

  5. Es gibt keine Freunde, Alliierten und Verbündete, es gibt nur Interessen. Wer heute „Freund“ ist, kann morgen „Feind“ sein. Wenn Interessen klare Vorteile versprechen, kann im Handumdrehen die Zusammenarbeit zum verdrehten Gegenangriff werden. Dazu braucht es nur einen raffiniert durchdachten und inszenierten Anschlag und die dazu nötige Propaganda über den neu definierten Feind. Im Hintergrund laufen die dafür erstellten Planspiele schon seit längerer Zeit. Dieses hinterhältige nach Macht strebende Verhalten verrät eine mentale Eiseskälte, die der Menschheit nicht gut tut, sondern eher danach strebt, ausgerottet zu werden. Darin eine Nebensächlichkeit zu sehen, finde ich ziemlich oberflächlich und unverantwortlich.

    • Das ist leider Nonsens. Das was im Hintergruund läuft, die Propaganda, sind keine Planspiele. DE wurde seit Jahrzehnten darauf vorbereitet mit Fremden geflutet zu werden, das ist ein Plan, kein Planspiel. (Der allerdings mit einem Planspiel von Horton und anderen begann)

      Mentale Eiseskälte ist leider nötig denn der friedlichste kann nicht in freiden leben wenn man ihn nicht lässt.
      Europa hätte sich schon vor Jahrzehnten mit Planspielen befassen müssen um heute einen Plan zu haben und zu wissen wie die Flut aggressiver Fremder aus Afrika aufzuhalten sei, das sie kommen würden war klar seit die Welt vor 50+ Jahren anfing die überlebensquote in Afrika drastisch zu verbessern aber tatenlos zusah wie die einheimischen Kondome zu Luftballons aufblasen.

      Ein Planspiel ein Land auszulöschen hat sicherlich einen negativen Beigeschmack aber der Sinn des Militärs ist Eroberung und Verteidigung und eine jede Armee die vorbereitet sein will auf Angriffe befasst sich mit aktiven und passiven Planspielen.

      Dieses ewige Denken in gut böse taten und moralisierung von allem theoretisch negativen ist es was Europa zu dem zahnlosen Geldverschleuderer gemacht hat der seine Gegner aufgepäppelt und grossgezogen hat, Jahrzehnte in sein Gebiet liess und damit den Anfang vom Ende seiner Kulturen eingeläutet hat.

      Ich für meinen Teil hätte lieber ein Planspiel das die aggressiven Eroberer (denn das sind sie) fernhält als den teilweise bereits umgesetzten Plan die angestammten Europäischen Kulturen zu vernichten.

      Oberflächlich und unverantwortlich ist es nicht die Unterschiede zu sehen und immer nur zu denken Krieg und Militär seien schlecht, das kann sich nur leisten wer gesichert ist und keine Sicherheit währt ewig wie wir gerade sehen.

  6. Die USA hatte bis 45 keine einzige A-Bombe. Die zwei aus Thüringen wurden gestohlen und zur Abschreckung in amerikanischer Zirkusmanier gezündelt.
    Es gibt Bilder wo Amis nach dem Atomtest offen und ohne Schutz aus dem Schützengtraben den Pilz beobachten. Wer so dilletantisch analysiert, hat weder die Bombe gebaut noch irgendwelche Erfahrungen damit gemacht.

  7. Es gruselt mich nur noch vor dem Menschen.Die Vielzahl schlechter Erfahrungen,die ich in meinem Leben mit Menschen gemacht habe,passt genau zu dem Bericht über die Amerikaner.
    Das Tier dagegen,ist dem Menschen von seinem Wesen,seiner schlichten Ehrlichkeit,Anstand und Dankbarkeit weit überlegen,es hat eine Moral,die dem Menschen abgeht.
    Das ist schön und traurig zugleich.

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