Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Zwischen den einzelnen Gruppen innerhalb der AfD gibt es offenbar große Differenzen. Gerade auch um den Thüringer Landeschef Björn Höcke und den „Flügel“.

Von Redaktion

Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Kay Gottschalk hat den Protagonisten der Sammelbewegung „Der Flügel“ um den Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke und den Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz Führungsversagen und die massive Beschädigung zahlreicher westdeutscher Landesverbände vorgeworfen. „Führung heißt, auch die unangenehmen Dinge zu tun, und wenn die Führungsfiguren des Flügels dazu nicht bereit sind, dann gibt es da ein Problem. Und so kommt es, dass wir in allen West-Landesverbänden, in denen der Flügel eine große Rolle gespielt hat oder als Ordnungsmacht hätte auftreten müssen, jetzt eine Schneise der Verwüstung haben“, sagte Gottschalk der „Welt am Sonntag“.

Er verwies dabei auf Schleswig-Holstein, wo Doris von Sayn-Wittgenstein trotz ihrer Werbung für einen rechtsextremen, von Holocaust-Leugnern mitgegründeten Verein und trotz eines gegen sie laufenden Ausschlussverfahrens zur Landeschefin gewählt wurde. Dort „hätte eine klare Distanzierung der Flügel-Spitze von dieser Frau gutgetan“, so der AfD-Vize. „Aber diese klaren Worte gab es nicht“, so Gottschalk weiter.

In Niedersachsen würden „jene Kräfte, die gegen den Landesvorstand arbeiten, aus dem Flügel Rückendeckung erhalten“. In Nordrhein-Westfalen und Bayern, wo es im Streit um „Flügel“-Vertreter zu schweren Verwerfungen kam, hätten Höcke und Kalbitz die dortigen Protagonisten ihres Lagers nicht zur Mäßigung aufgerufen. Zudem kritisierte Gottschalk, dass die „Flügel“-Führung sich nicht für den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Stefan Räpple (AfD) zuständig fühle, gegen den ein Parteiausschlussverfahren läuft, und auch nicht Räpples Fraktionskollegin Christina Baum (AfD) bremse, die Räpple in Schutz genommen hatte. „Es ist schlicht falsch zu behaupten, dass Leute wie Stefan Räpple oder Christina Baum nichts mit dem Flügel zu tun hätten“, sagte Gottschalk der „Welt am Sonntag“.

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Die „Flügel-Spitze“ unterlasse es, „politische Führung zu beweisen“. Höcke und Kalbitz dürften „nicht so tun, als hätten sie mit den Geistern, die sie riefen, nichts zu tun“, so der AfD-Politiker weiter. Vielmehr müssten sie sich Leuten wie Räpple und Baum „entgegenstellen“. Gottschalk ist Mit-Initiator eines „Appells“, in dem sich kürzlich mehr als hundert AfD-Funktionsträger gegen Höckes Agieren aussprachen.

Anlass war Höckes Auftritt beim „Kyffhäusertreffen“. Höckes dort erhobene Forderung nach dem Umbau der Parteispitze sei aus Sicht der Unterzeichner „weder notwendig noch akzeptabel“, sagte Gottschalk. Ebenso, dass der Thüringer liberale AfDler zum Wechsel in die FDP aufgefordert habe. „Indiskutabel“ nannte der AfD-Vize, dass Höcke „unsere unabhängigen AfD-Schiedsgerichte unter Druck gesetzt hat“.

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4 KOMMENTARE

  1. Wie üblich, nach einer gewissen Zeit treten in alternativen Parteien die schon systematischen Symptom-Querelen auf.
    Die AfD muss ihre Doppellohn Akteure aber schon selbst aufdecken.

    Auf zwei Hochzeiten tanzen bleibt dem 68-Gschwearl und deren Windschatten-Opportunisten vorbehalten.

  2. Die zerlegen sich selbst und als Retter in der Not kann man sie auch nicht mehr betrachten, denn eine Truppe ohne Einheit wird den politischen Kampf nicht bestehen und solange sie persönliche Eitelkeiten vor das gemeinsame Interesse stellen, wird das nichts und die Linken freut`s, könen sie doch ungeniert ihr Werk fortsetzen und der unbedarfte Wähler bleibt in seiner konservativen Weltanschauung allein zurück und es wäre doch so einfach, Flügelkämpfe nach außen zu unterdrücken, die andere ja auch haben, aber heller sind und sich nicht auseinander dividieren lassen und das sichtbare Zeichen der Verunsicherung sieht man ja in den Wahlprognosen und es geht eben nicht mehr aufwärts, eher leicht nach unten und bei aller Freude im Osten, kann man den Westen nicht übersehen, der wichtiger ist um eine Partei auf stabile Beine zu stellen, aber wenn sie da nicht selbst dahinter kommen, dann müssen sie es halt sein lassen, so kommen sie auf keinen Fall weiter.

  3. Die AfD ist eine junge Partei mit beachtlichen Anfangserfolgen. Da wird auch viel hineingeschwemmt. Die einen wollen wirkliche Veränderungen und damit den Wählerwillen erfüllen.
    Andere sind einfach überfordert und träumen rückwärts von einigen konservativen Elementen einer lägst beerdigten CDU und das mit einem liberalen Mäntelchen garniert.

    Und dann gibt es noch die, die schon mit Auftrag oder erst später „überredet“, die Partei kleinhalten wollen, damit sie keine ernsthafte Gefahr für die etablierten Parteien und das System darstellt.

    Dieser Selbstfindungs- und Selbstreinigungsprozess ist schon längst überfällig, damit die Partei dann geschlossen die anstehenden Aufgaben realisieren kann.

    Diejenigen, die besonders gegen jene „schießen“ die, die Verbindung zu den Wählern halten und ausbauen und auch die sozialen Komponenten und Bündnisfragen ansprechen, sollte man etwas genauer unter die Lupe nehmen. Da dürfte sich noch so manche Überraschung offenbaren.

    Wer bereit ist über jedes Stöckchen zu springen, dass von den MSM und den etablierten Parteien hingehalten wird, der ist wahrscheinlich fehl am Platz.

  4. Brisante Fundstücke – document Bilderberger conference

    https://www.meinanzeiger.de/gera/c-politik/brisante-fundstuecke-document-bilderberger-conference_a45922

    Es soll von einem verdeckt recherchierenden Journalisten aus einem der Müllcontainer des hermetisch abgeriegelten Areal gefischt worden sein, in dem 2012 eine Bilderberger Konferenz stattfand. Eine Abfotografie ist WikiLeaks zugespielt worden, etwas später tauchte das Fragment im Internet auf. Man sieht, daß das Dokument ursprünglich zerrissen war und per Klebestreifen wieder zusammengefügt wurde, bevor man es abfotografierte.

    HIER DER SICHTBARE TEXT NOCH MAL AUFGESCHRIEBEN

    dadurch die USA als direktes Vorbild, weshalb wir die „Vereinigten Staaten von Europa“ real umsetzen vermögen.

    Ein regierbares geeintes Europa ist jedoch nicht möglich, wenn das eine Land reich, das andere Land arm ist. Da sich flächendeckender Reichtum und Wohlstand aus den unterschiedlichsten Gründen und Gegebenheit nicht in jedem europäischen Land entwickeln lassen, und dies auch gar nicht in unserem Interesse liegen kann ist eine schnellstmögliche Angleichung durch Herabstufung kapitalreicher, wirtschaftgesunder Länder unbedingt anzustreben.

    Diese Herabstufung werden wir durch Maßnahmen erreichen indem wir intakte Länder, und hier denke ich in erster Linie an Deutschland einbinden werden, die Verschuldung anderer Länder zu tragen und deren Defizite auszugleichen.

    Eine fortschreitenden Schwächung wäre somit gewährleistet und enthielte (in Anerkennung der Notwendigkeit von Rettungsschirmen) durchaus ihre offizielle Legitimation.
    Die Wichtigkeit einer Verschuldung Deutschlands – und zwar über Generationen hinaus – muß keiner wirtschaftspolitischen Beurteilung standhalten, sondern als gesellschaftspolitische Notwendigkeit verstanden werden.

    So ist es auch der Bevölkerung zu vermitteln, denn ansonsten werden wir früher als erwartet auf Widerstand stoßen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist zum jetzigen Zeitpunkt (noch) notwendig. Da es den Prozess der notwendigen Schwächung Deutschlands mit unterstützenden Maßnahmen zu beschleunigen gilt, möchten wir zeitgleich Möglichkeit jedweder Einwanderung anregen und unterstützen, und zwar massivst.

    Hier wird es auch in den nächsten Jahren wichtig sein alle Möglichkeiten auszuschöpfen die sich uns bieten. Das Land mit Zuwanderung zu fluten sollte von uns allen als notwendig verstanden werden. Die deutsche Regierung ist aufgefordert, die Umsetzung ihres Auftrags (entsprechend der Vorjahre) auch weiterhin nach Kräften zu verfolgen,.
    Proteste und Aufbegehren wird, wenn es überhaupt in größerem Maße dazu

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