3D-Modell von Wahrscheinlichkeiten stärkerer Erdbeben in Kalifornien. Diese Grafik wurde für Hausbesitzer erstellt.

Erst ein Erdbeben der Stärke 6,4, danach eines mit 7,1. Kalifornien erwartet weitere starke Erdbeben und ruft den Notstand aus.

Von Marco Maier

Eigentlich war es abzusehen, dass es in Kalifornien ordentlich krachen wird. Wie wir erst kürzlich berichteten, gab es bereits vor wenigen Wochen innerhalb von nur drei Wochen rund 1.000 Erdbeben in einem kleinen Gebiet. Nun wurde die Gegend bei Los Angeles gleich von zwei starken Erdbeben erschüttert – mehrere stärkere Nachbeben dazu.

Nun erklärte der Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, den Ausnahmezustand für das San Bernardino County, welches vom jüngsten Erdbeben am stärksten betroffen war.

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Das Erdbeben am Freitag dauerte etwa 10 Sekunden länger als das Erdbeben am 4. Juli im Searles Valley. Dieses dauerte rund dreißig Sekunden lang an. Nach Angaben des US Geological Survey folgten mindestens 16 Nachbeben der Stärke 4 oder höher. Die Agentur hat vor einem Beben der Stärke 6 in den kommenden Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent und einem Beben der Stärke 7 in der nächsten Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent gewarnt.

Die Häufung der Erdbeben zeigt auch das nachfolgende Bild:

Wenn man bedenkt, dass Kalifornien bereits darauf „wartet“, von einem Mega-Erdbeben mit einer Magnitude von mehr als 9 getroffen zu werden, kann man davon ausgehen, dass die Warnungen der Geologen nicht gerade zur Beruhigung beitragen. Immerhin sorgten die jüngsten Beben ja nicht dafür, dass die tektonische Plattenbewegung aufhört. Nein, Los Angeles bewegt sich weiterhin mit zwischen 6 und 6,5 Zentimeter jährlich auf San Francisco zu. Da baut sich noch mehr Druck auf…

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5 KOMMENTARE

  1. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, daß man im bekannten Feuerring rings um den Pazifik auch noch Hochhäuser zuläßt, die im Falle eines starken und länger anhaltendem Bebens keine Chance mehr zuläßt einem Inferno zu entrinnen und auch das hat was mit Weitblick zu tun und ist an Dummheit nicht zu überbieten und wenn man dann noch die neuen Außenbezirke von Neapel dicht am Vulkan betrachtet dann scheint ja die kollektive Dummheit weit verbreitet zu sein und ich selbst habe schon ein Erdbeben ist Istanbul miterlebt im 4. Stock eines Verwaltungsgebäudes und war froh dem Schaden noch entkommen zu sein, obwohl sich nach der Flucht nach draußen, der geteerte Grund noch breiig mit dumpfem Grollen versehen bewegt hat, ähnlich wie im Moor, wo alles schwammig unter den Füßen erscheint und wenn man sich nun vorstellt, daß passiert verstärkt in einem Hochhaus mit 20 Stockwerken, dann stehen einem ja die Haare zu Berge, was auf diese Menschen zukommt, ohne jede Chance, ihrem Schicksal zu entrinnen.

    • Wir sind hier auf den Philippinen auch direkt am Feuerring. Hier in meiner Stadt (ca. 700.000 Eiwohner) gibt es keine wirklichen Hochhäuser. 6-7 Stockwerke sind da wohl das Maximum.
      Ich habe hier auch schon Erdbeben Magnitude 6+ erlebt, wobei die in einer recht großen Tiefe waren. Bis auf ein eingestürztes baufälliges Haus und leichtere Schäden bei den Malls gab es da nichts. Liegt aber wohl auch am Untergrund. Das 6+ bei Manila vor einigen Wochen hat dort viel mehr Schäden angerichtet, weil der Boden da auf Luzon anders sein soll wie hier bei uns auf Mindanao (hab ich mir erklären lassen).

      • Mutig. Cebu City, Horizon 101 mit 45 Stockwerken erst fertig gestellt.
        Und dies auf einem geologschen Schnittpunkt von Ex Fluß/Tal.

        • Davao City (ist ca. 3h Fahrt von mir entfernt) hat auch einige höhere Gebäude – und die Stadt liegt direkt vor einer Verwerfungslinie. Mati (etwas weiter oben) liegt genau über so einer Linie…
          Das mit dem Tower in Cebu hab ich mitbekommen. Da frage ich mich auch, was in deren Köpfen vor sich geht, so etwas da hin zu stellen…

    • Hat hier schon mal jemand von schwingungsdämpfung gehört?

      ZB hier? https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingungstilger

      Es gibt noch einige weitere Methoden mit denen Hochhäuser gegen Schwingungen geschützt werden, welche übrigends auch von Strürmen kommen können.
      Unter 15 bis 20 Stockwerken wird das selten gemacht da die Statik eines solchen Hauses auch ohne Dämpfung alles <= 9 aushalten sollte.

      Ab 9 wird es schwierig, sogar mit aktiver Dämpfung und Kombination mehrerer Systeme aber die sind sehr selten und kommen nur in bestimmten Regionen vor, Kalifornien gehört zB nicht dazu.

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