Vor fast einer Woche erklärte die Weltgesundheitsorganisation den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zum „globalen Gesundheitsnotfall“. Seitdem haben die meisten das bestehende Problem nicht zur Kenntnis genommen oder einfach ignoriert.

Von Redaktion

Die Dringlichkeitserklärung kam, nachdem ein mit dem Ebola-Virus infizierter Mann die Krankheit in die kongolesische Stadt Goma gebracht hatte. Diese ist ein dicht besiedelter Verkehrsknotenpunkt mit einem internationalen Flughafen direkt neben Ruanda. Nach heutigem Stand hat der aktuelle Ebola-Ausbruch 2.500 Fälle überschritten, und 1.500 Todesfälle sind größtenteils in zwei Provinzen im Ostkongo zu verzeichnen.

Laut einem Bericht von Tech Crunch wurden medizinische Hilfsmaßnahmen durch eine tödliche Mischung aus bewaffneten Konflikten, Misstrauen und fehlenden medizinischen Ressourcen behindert. Weniger als die Hälfte der betroffenen Bevölkerung vertraut der Regierung, und Ebola-Einsatzkräften. Bewaffnete Gruppen haben sogar Einsatzkräfte getötet. Experten für öffentliche Gesundheit erwarten, dass der Ausbruch in absehbarer Zeit anhält. Aber wo ist die öffentliche Warnung?

Außerhalb der Region, in Europa oder Amerika, gibt es kaum Bedenken hinsichtlich der tödlichen Seuche. Und das, obwohl der derzeitige Ausbruch schlimmer werden dürfte als jener von 2014 bis 2016. Von Goma aus kann sich die Krankheit rascher über den afrikanischen Kontinent verbreiten als damals von Westafrika. Und nicht nur das: auch Europa, Asien und Amerika sind hier stärker in Gefahr.

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Notfallerklärungen, wie sie in diesem Fall von der WHO veröffentlicht wurden, werden sparsam abgegeben und sind Ausbrüchen vorbehalten, die eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen und sich auf andere Länder ausweiten könnten. In der Vergangenheit wurden nur vier derartige Erklärungen abgegeben: 2009 wegen Influenza-Pandemien, 2014 für eine Wiederbelebung der Kinderlähmung in mehreren Ländern, im Jahr 2014 für die Ebola-Epidemie in Westafrika und im Jahr 2016 für die Zika-Virus-Epidemie.

Auch wenn kein Grund zur Panik besteht, so sollte man trotzdem nicht vergessen, dass sich hier eine tödliche Krankheit ausbreitet. Noch lokal bzw. regional, aber das kann sich rasch ändern.

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4 KOMMENTARE

  1. Jetzt werden sie bald eine Impfung kreieren und unsere Kinder zwangsimpfen wollen. So wie bei den Masern. Quecksilber- und Aluminiumsalze zur Verblödung und Verkrüppelung unseres Nachwuchses.
    Wer sich verletzen lassen MUSS, ist ein Sklave.

  2. Ich denke, das Mißtrauen der einheimischen Bevölkerung gegen sog. medizinische Hilfsmaßnahmen ist ebenso verständlich wie berechtigt. Seit Jahrzehnten wird die Bevölkerung Schwarzafrikas nur all zu oft für Feldversuche mißbraucht.

  3. Sorry, aber das ist doch Bullshit bzw. gezielte Panikmache!

    Ich zitiere zur Untermauerung aus meinem eigenen Artikel:
    „[…]
    Welche «Situationen» sind das genau?
    Besondere Lagen?

    Was genau ist eine «besondere Lage»?
    Etwa wenn «die WHO festgestellt hat, dass eine ‚gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite‘ besteht und durch diese in der Schweiz eine ‚Gefährdung der öffentlichen Gesundheit‘ droht“? (Art. 6, 1b!)

    Wer definiert eigentlich, was eine «besondere Lage» ist?
    Etwa Vollprofi-Experten der WHO?
    Extrem überkompetente Spezialisten wie Professor Neil Ferguson?
    Wie z.B. bei der Schweinegrippe-Hysterie?

    Das Schwungrad der Angst wird beständig angeschoben und Beispiele wie die folgenden sind Legion. Mitte Mai 2009: „Die Schweinegrippe wird über den Globus fegen und innerhalb der nächsten sechs Monate ein Drittel der Weltbevölkerung anstecken, warnt Professor Neil Ferguson von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Laut dem Experten werde die Katastrophe nicht so schlimm sein wie die Spanische Grippe-Pandemie von 1918, die 50 Millionen tötete, doch es sei durchaus möglich, daß es wie 1957 herauskomme – damals starben drei bis vier Millionen an einer weltweiten Pandemie“ (die britische Zeitung The Sun). Ende August 2009: „Mehr als zwei Milliarden Menschen könnten sie weltweit bekommen. Tausende von Schulen müssen möglicherweise geschlossen werden. Und Millionen müssen sich impfen lassen – zweimal“ (Time Magazine).

    Quelle: Schweinegrippehysterie: Schwein gehabt, das Virus killt nicht -Zeitenschrift.com

    Soso, „ein Drittel der Weltbevölkerung anstecken, warnt Professor Neil Ferguson von der Weltgesundheitsorganisation WHO.“ & „Mehr als zwei Milliarden Menschen könnten sie weltweit bekommen.“ Aha, genau, jetzt, ja. Diese sogenannten Experten scheinen von Kompetenz beinah zerberstende Elite-Vollprofis zu sein – da, bei der WHO. Sehr vertrauenswürdig – wirklich…

    Was hiess WHO noch gleich?
    Wahnwitzige Hysterien Organsiation?
    […]“
    https://dudeweblog.wordpress.com/2013/09/14/eidgenossische-volksabstimmung-vom-22-september-2013-abstimmungsparolen/

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