Chinesische Volksbefreiungsarmee. Bild: Youtube

China erhält eine weitere Militärbasis in der Nachbarschaft. In Kambodscha wird gerade daran gebaut. Die USA sind besorgt.

Von Redaktion

China und Kambodscha haben im vergangenen Frühjahr ein (nicht mehr) geheimes Abkommen geschlossen, wonach Peking einen kambodschanischen Marinestützpunkt in der Nähe der Küstenstadt Sihanoukville nutzen kann. Dies berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-amerikanische Beamte.

Das Abkommen verleiht China die exklusiven Rechte an einem Teil der Marinebasis von Ream im Golf von Thailand in der Nähe eines Flughafens, der von einer chinesischen Firma gebaut wird. Nach einem frühen Entwurf des Abkommens, den US-Beamte gesehen haben, wird China die Basis 30 Jahre lang nutzen dürfen, mit automatischen Verlängerungen einmal pro Jahrzehnt danach. Peking wird die Basis nutzen können, um Militärpersonal zu stationieren, Kriegsschiffe anlegen zu lassen und Waffen zu lagern.

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Nach dem frühen Entwurf des Basisabkommens würde China zwei neue Piers bauen – einen für chinesische und einen für kambodschanische Nutzung, teilten US-Beamte mit. Die Beamten sagten, weitere Baggerarbeiten wären wahrscheinlich erforderlich, damit die Basis größere chinesische Marineschiffe aufnehmen kann.

„Militärische Operationen vom Marinestützpunkt, vom Flughafen oder von beiden aus würden Pekings Kapazitäten zur Durchsetzung von Gebietsansprüchen und wirtschaftlichen Interessen im Südchinesischen Meer, zur Bedrohung amerikanischer Verbündeter in Südostasien und zur Ausweitung ihres Einflusses auf das Chinesische Meer und die strategisch wichtige Malakka-Straße drastisch erhöhen“, so das WSJ.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Chinesen haben weiteres hinzu gelernt, und nachdem sie nun technisch nahezu alles abgekupfert haben nehmen sie sich ein neues Geschäftsfeld vor und das sind Militärbasen im Ausland, genau wie die Amis, die auch ungefähr 35 Militärniederlassungen weltweit besitzen und dort oftmals Waffen und Soldaten haben, die eine größere Schlagkraft bedeuted, als manche Länder in der Gesamtverteidigung besitzen und was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall, auch hier bestätigt sich wieder die hohe Auffassungsgabe der gelben Rasse und die wurden früher schon als große Gefahr eingeschätzt und warum soll sich das geändert haben, insbesondere, wenn man auch noch den Gegner in grenzenloser Dummheit selbst stark gemacht hat, das ist ja an Wahnsinn nicht mehr zu toppen.

  2. Nach Jahrzehnten des Schreckens der von den Yankees gesponserten Indochinakriege hat sich Kambodscha zu denen sich in der Welt am rasantest entwickelnden Volkswirtschaften entwickelt.
    Dies gilt es abzusichern und weiter auszubauen – und da denken die nicht an die Amis, sondern an die Chinesen als potente und zuverlässige Partner.
    Die Chinesen sind zwar auch immer auf den eigenen Vorteil bedacht – aber sie bedenken dabei, im Gegensatz zu den Amis, dass beständiger Nutzen auf dem Prinzip einer ausgewogenen Gegenseitigkeit basieren muss.

    Frei nach dem Motto: Ich baue dir eine neue Hafenmole. Auf der einen Seite liegen dann deine Schiffe und auf der anderen meine Schiffe.

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