HMS Queen Elizabeth. Bild: Royal Navy

Die HMS Queen Elizabeth, das zukünftige Flaggschiff der Royal Navy, musste während einer Testfahrt zurück in den Hafen. Der Grund: ein Leck.

Von Redaktion

Es löste Ende letzter Woche und am Wochenende peinliche Schlagzeilen auf der ganzen Welt aus: „Großbritanniens neuer Milliarden-Flugzeugträger, die HMS Queen Elizabeth, war gezwungen, diese Woche Kurzstreckenversuche zu beenden, nachdem ein Leck aufgetreten war“, berichtete CNN. Das 3,8 Milliarden Dollar teure Kriegsschiff kommt nun wohl noch teurer.

Es war das „zukünftige Flaggschiff“ der Flotte der Royal Navy und schiffte sich letzten Monat von Portsmouth für Probefahrten auf See aus. Doch dann erzwang ein so schweres Leck, dass das Wasser in einigen überfluteten Teilen des Schiffes mehr als 1,5 Meter erreichte, eine hastige Rückkehr zu seiner Basis in Portsmouth.

„Nach einem kleinen Problem mit einem internen System der HMS Queen Elizabeth musste die Schiffsmannschaft eine kleine Menge Wasser aus dem Schiff entfernen“, sagte ein Sprecher der Royal Navy. „Eine Untersuchung der Ursache ist im Gange.“

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Das „kleinere Problem“ bestand darin, dass 250 Tonnen Wasser zwei Abteile und ein Treppenhaus innerhalb des 65.000 Tonnen schweren Kriegsschiffs überfluteten.

Pannenschiff

Eine Reihe britischer Medien berichteten, die Ursache sei eine wahrscheinlich platzende Hochdruck-Seewasserleitung. Tage nach dem Vorfall, der Mitte der vergangenen Woche erstmals bekannt wurde, berichtete die Royal Navy, dass der Schiffsrumpf unbeschädigt geblieben und das gesamte Wasser erfolgreich abgepumpt worden sei.

„Während ihrer Wasserpause wurden 284 Rumpfventile gewechselt, beide Ruderblätter entfernt und gereinigt, ihre Seeeinlassrohre inspiziert, alle Opferanoden ausgetauscht und der Schiffsboden erneut mit Antifouling-Farbe versehen“, teilte eine Pressemitteilung der Royal Navy weiter mit.

Die Royal Navy nennt die Queen Elizabeth auch eine weitere im Bau befindliche Fluggesellschaft, die HMS Prince of Wales, „die größten und fortschrittlichsten Kriegsschiffe, die je für die Royal Navy gebaut wurden“.

Berichten zufolge wurde das Schiff von anderen mechanischen Problemen heimgesucht, z. B. einem Wellendichtungsleck, bei dem das Schiff stündlich 200 Liter Wasser aufnahm, und Sprinkler, die laut BBC fälschlicherweise in einem Flugzeughangar ausgelöst wurden.

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2 KOMMENTARE

  1. Und das ohne erfundene Haftmine der Iraner.

    Da kommt Hoffnung auf, dass die Zukunft der Royal Navy unter Wasser liegt und zwar ganz tief unten.

    • Für die Hood hat die Bismarck auch nur eine, oder höchstens zwei Salven gebraucht, dass die Schweißnähte sprangen.

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