Die Kunden der Deutsche Bank ziehen täglich eine Milliarde Euro ab. Droht ihr das gleiche katastrophale Schicksal wie Lehman Brothers?

Von Redaktion

Dutzende Verurteilungen zu Strafzahlungen und Schadenersatz, sowie weitere anhängige Klagen schaden der Großbank extrem. Klar, sie wird nicht über Nacht insolvent sein, aber sie ist der „größte schmelzende Eiswürfel der Welt„.

Dort gibt es einfach keinen Aktienwert mehr – alle anderen haben beschlossen, ihr Kontrahentenrisiko bei der Bank mit Derivaten in Höhe von 45 Billionen Euro zu senken. Laut Bloomberg haben Kunden der Deutschen Bank, meist Hedge-Fonds, einen „Bank-Run“ gestartet. Es wurde rund 1 Milliarde Euro pro Tag von der Bank abgezogen.

Aufgrund der modernen Version dieses „Bank-Runs“, bei dem nicht Einleger, sondern Gegenparteien ihre Liquidität von der DB abziehen, weil sie befürchten, dass eine weitere Lock-up-Regelung nach Lehman-Art ihre Gelder auf unbestimmte Zeit einfrieren könnte, erwägt die Deutsche Bank, einige in der Prime-Brokerage-Einheit gehaltenen Guthaben in Höhe von 150 Milliarden Euro zu transferieren – zusammen mit Technologie und möglicherweise Hunderten von Mitarbeitern. Sie wurden an den französischen Bankengiganten BNP Paribas überwiesen.

Doch solche Maßnahmen sorgen gerade bei den großen institutionellen Anlegern für noch mehr Verunsicherung. Dies könnte den Abzug von Geldern nur noch stärker beschleunigen. Da nützen auch die altbekannten Maßnahmen nichts, um Panik zu vermeiden.

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Übrigens: Vergleichen Sie doch einmal den Kursverlauf der während der Finanzkrise 2008 bankrott gegangenen Großbank Lehman Brothers mit jenem der Deutschen Bank. Erkennen Sie dort Gemeinsamkeiten?

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