Chelsea Manning und Julian Assange, politische Gefangene der westlichen Wertegemeinschaft - Bild: Screenshot Youtube.com

Es wird nicht erwartet, dass der WikiLeaks-Gründer Julian Assange wegen der Veröffentlichung klassifizierter Dokumente der CIA angeklagt wird, heißt es in einem Bericht. Der Geheimdienst müsste die geheimen Informationen sonst nämlich bestätigen.

Von Redaktion

WikiLeaks-Gründer Julian Assange muss innerhalb von 60 Tagen nach der ersten Anklageschrift angeklagt werden. So sieht es das US-Recht vor. Diese wurde laut einem Bericht von Politico bereits im vergangenen März eingereicht.

Die Bundesanwaltschaft hat Assange vorgeworfen, die als „Vault 7“ bekannten Dokumente veröffentlicht und dem Whistleblower Chelsea Manning den Zugang zu Militärcomputern ermöglicht zu haben.

„Es steht außer Frage, dass es Veröffentlichungsfälle gibt, die nicht gegen den oder die Veröffentlicher strafrechtlich verfolgt werden können, da die Informationen so sensibel sind, dass sie für ihren Beweis bei der Verhandlung bestätigen müssten, dass sie authentisch sind“, sagte Mary McCord Stellvertretender Generalstaatsanwalt für nationale Sicherheit im Justizministerium bis 2017. „Die Ironie ist oft, dass es umso schwieriger ist, strafrechtlich verfolgt zu werden, je höher die geheimdienstliche Einstufung des ausgetretenen Materials ist.“

Loading...

Assange wird wegen 17 Anklagen wegen Verstößen gegen das Spionagegesetz strafrechtlich verfolgt. Er wird jedoch wohl nicht für die Veröffentlichung von Informationen im Zusammenhang mit den Hacking-Fähigkeiten der Central Intelligence Agency im Jahr 2017 strafrechtlich verfolgt.

Die Vereinigten Staaten behaupten, Assange habe Spionage betrieben. Er habe die Namen von geheimen Quellen rechtswidrig veröffentlicht und sich mit Manning, einem ehemaligen Geheimdienstanalytiker der Armee, zusammengetan, um Zugang zu geheimen Informationen zu erhalten. Assange könnte jahrzehntelang eingesperrt werden.

Der Whistleblower erhielt Asyl von Ecuadors ehemaligem Präsidenten Rafael Correa, nachdem er 2012 in der Botschaft des Landes Zuflucht gesucht hatte. Ecuadors derzeitiger Präsident Lenin Moreno hob das Asyl jedoch auf und ließ ihn kürzlich von der Polizei verhaften.

Loading...

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here