Überflutung, Symbolbild. Bild: Flickr / cod_daniel CC-BY 2.0

Die Vereinigten Staaten versinken derzeit unter katastrophalen Regenfluten. Die Farmer können nur noch einen Bruchteil dessen anbauen, was sie in normalen Jahren tun.

Von Marco Maier

Mehr als vier Millionen Hektar Ackerland in den USA sind in diesem Jahr für den Anbau von Mais, Weizen, Soja und dergleichen unbrauchbar. 2019 könnte zum schlimmsten Jahr für die US-Landwirtschaft in der modernen amerikanischen Geschichte werden, wie man bereits befürchtet. Denn die letzten zwölf Monate (bis April) waren die schlimmste Nassperiode in der US-Geschichte. Und der Mai war nicht trockener.

Wie „Bloomberg“ berichtet, gab es noch nie eine Frühjahrs-Saatsaison wie in diesem Jahr. „Flüsse traten über die Ufer. Deiche brachen. Felder wurden mit Wasser und Schlamm gefüllt. Und es regnete weiter“, so das führende US-Wirtschaftsportal.

Viele Landwirte warteten nur darauf, dass die Überschwemmung und der Regen aufhörten, damit sie ihre Saat ausbringen konnten, aber das geschah nicht. Zu diesem Zeitpunkt ist es für viele Landwirte zu spät, überhaupt Getreide anzubauen, und es wird jetzt prognostiziert, dass mehr als 2,4 Millionen Hektar Ackerland, das normalerweise für Mais verwendet wird, in diesem Jahr völlig ungenutzt bleiben werden.

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„Bloomberg“ schreibt weiter: „Auch so ein Wetter hat es noch nie gegeben. Die 12 Monate, die mit April endeten, waren die feuchtesten, die jemals für die zusammenhängenden USA verzeichnet wurden.“ Und weiter: Maispflanzungen liegen in dieser Jahreszeit weiter hinter dem Zeitplan zurück seit den Aufzeichnungen von 1980.“

In den 18 Hauptsaatländern für Mais wurden bislang erst 67 Prozent der Flächen bestellt. Im Durchschnitt von 2014 bis 2018 lag dieser Wert bei 96 Prozent. In 17 dieser 18 Staaten lag die Ansaat zurück. Bei den Sojabohnen sieht es nicht wirklich besser aus. Dort liegen 16 von 18 Staaten zurück. Und: nur 39 Prozent der üblichen Fläche wurden bepflanzt. Der Fünf-Jahres-Schnitt liegt zu dieser Zeit bei 79 Prozent.

Aber das ist noch nicht alles. Dort wo trotz der Widrigkeiten angesäht werden konnte, werden deutlich geringere Erträge erwartet. Einfach deshalb, weil das Wetter nicht mitspielt. Das wird jedoch auch enorme Auswirkungen auf die Preise haben. Nicht nur im pflanzlichen Nahrungsmittelbereich, sondern auch beim Fleisch. Immerhin werden Kühe, Schweine und Geflügel auch mit Getreide gefüttert.

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4 KOMMENTARE

  1. Wieder ein Vorwand die Preise anzuheben.
    2,5 kG Kartoffeln aktuell im Sonderangebot für 3,33 Euro. Bei einem Mindestlohn von 9,19 brutto ist Klauen eine zunehmend interessante Alternative.

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