Alleine bis zum Jahr 2100 wird sich die Bevölkerung Afrikas wohl mehr als verdreifachen. Das wird wohl zu einem kontinentalen Ressourcen- und Verteilungskampf führen.

Von Marco Maier

Derzeit leben auf der Welt rund 7,7 Milliarden Menschen. Bis zum Jahr 2100 soll die Anzahl laut neuen Projektionen der UN (also ohne große Kriege) auf 10,9 Milliarden Menschen wachsen. Doch das globale Bevölkerungswachstum verläuft unterschiedlich. Denn für den Großteil des Wachstums wird Afrika verantwortlich sein.

Laut den neuesten Zahlen soll die afrikanische Bevölkerung von derzeit knapp 1,3 Milliarden Menschen auf 2,5 Milliarden im Jahr 2050 und ganze 4,3 Milliarden im Jahr 2100 ansteigen. Das ist mehr als das Dreifache der jetzigen Bevölkerungszahl oder ein Plus von 3 Milliarden Menschen. Zum Vergleich: global beträgt das Plus laut diesen Berechnungen 3,2 Milliarden Menschen.

Ein solch rasantes Bevölkerungswachstum wird allerdings nicht reibungslos verlaufen. Neben einem starken Migrationsdruck (insbesondere in Richtung Europa, aber auch in Sachen afrikanische Binnenmigration) dürfte auch ein weiterer Aspekt zu tragen kommen: Ressourcen- und Verteilungskämpfe. Die Menschheitsgeschichte kennt dies zur Genüge.

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Hauptstreitpunkt werden wohl Wasserreserven und fruchtbare Landstriche sein. Mangels eigener funktionierender Exportindustrie und damit auch einem Devisenmangel werden Lebensmittelimporte schwierig. Der Platzverbrauch durch das Bevölkerungswachstum wird auch zunehmend landwirtschaftliche Nutzflächen in Anspruch nehmen, so dass diese immer weniger werden. Im Zuge dessen werden wohl Milizen und vielleicht sogar Regierungstruppen verschiedener Staaten auf Raubzug gehen. Das erhöht die Gefahr grenzüberschreitender Konflikte.

Als Resultat droht ein kontinentales Blutbad, ausgetragen zwischen verschiedenen Stämmen und Ländern, die um ihr Überleben kämpfen werden. Wahrscheinlich werden wir es erleben, wie Genozide den „schwarzen Kontinent“ überziehen. Zugegeben, es ist ein sehr „darwinistisches“ Szenario. Dennoch eines, welches angesichts der menschlichen Natur durchaus wahrscheinlich ist.

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4 KOMMENTARE

  1. Feuer bekämpft man mit Wasser oder Schaum und was die Überpopulation anbelangt, so findet diese nicht nur in Afrika statt, sondern auch in Asien und Südamerika und hier wäre im Interesse aller angesagt, daß die Prävention das wirksamste Mittel wäre, denn wenn die Menschheit weiter so wächst, dann kommt es tatsächlich zum Supergau und die ersten Bemühungen durch Umsiedlung sind ja schon lange ersichtlich, das ist aber der falsche Weg und ein Fingerzeig der Ohnmacht, zuerst muß die Geburtenrate drastisch gesenkt werden und als zweites alle Resourcen ausgeschöpft werden und wenn sie bei uns innerhalb Europas einzelne Länder unter Druck setzen, wenn es um Stabilitätskriterien geht, dann müßte das auf die Staaten auch in weiterer Hinsicht übertragen werden um menschliches Wachstum zu minimieren, bei gleichzeitiger Ausschöpfung eigener Möglichkeiten und hier hört man von der UN relativ wenig, die reden nur von Umverteilung, nicht aber von der Pflicht der betroffenen Länder hier schnell etwas zu verändern, denn sie können es, wenn man international Druck ausübt, bevor alles zu spät ist.

  2. Nun das ist nicht unser Problem wenn Afrika sich mehr vermehrt als Afrika ernären kann. Ich finde es schon reichlich vermessen, die nördlichen Miniländer dafür zur Verantwortung ziehen zu wollen und die das Dilemma dann ausbaden zu lassen. Also mal bissel weniger auf die Tränendrüse drücken und nicht immer mit der christlichen Nächstenliebe und der Humanitätsverpflichtung wedeln sondern das Problem an der Wurzel packen. Die ist,wie der Vorposter richtig erkannt hat,die ungehemmte Bevölkerungsexplosion über Gebühr, und das dichtbesiedelte Europa kann und will den Bevölkerungsüberschuss aus Afrika nicht haben.

  3. Meine Mutter, Jahrgang 1926, erzählte mir, dass es zu ihrer Schulzeit schon den „Afrika-Pfennig“ gab! Es sind jetzt 100 Jahre wo unser gutes Geld hingeht und es wurde kein Deut besser. Die Träumer in den Regierungen müssen mal aus ihren Wolckenkuckucksheimen herunter kommen!

    • Es sind keine Träumer. Mit dem Geld, das weitestgehend versickern wird, erreicht man, dass sich dort nichts ändert oder die Situation sogar noch weiter eskaliert. Hier fehlen die Gelder (nicht nur diese) an jeder Ecke und Kante.

      Ganz nebenbei wird so gewollt eine Sogwirkung erzeugt, die immer mehr Afrikaner bewegen wird, nach Europa einzuströmen. Es ist müßig zu berechnen, wann wir in Deutschland annähernde Verhältnisse wie in Afrika haben werden. Die junge Generation, die jetzt lauthals für immer mehr Migranten schreit, wird jedenfalls bereits in den vollen Genuss kommen, dass sie die ethnische Minderheit im eigenen Land sein wird.
      Ob sie das dann überhaupt noch mitbekommt, kann man aufgrund der voranschreitenden Verblödung, bezweifeln.

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