Wladimir Putin. Bild: kremlin.ru

Präsident Putin verweist auf „das bittere Experiment Sowjetunion“. Im Westen würde man das nicht ausreichend zur Kenntnis nehmen.

Von Redaktion

Vor allem die Transatlantiker warnen immer wieder vor einer Ausdehnung des russischen Einflusses auf die Welt. Eine Welt, die „der Westen“ für sich gewinnen will. Doch die Russen haben aus der Geschichte gelernt und setzen lieber auf eine multipolare Zukunft.

Russland beabsichtige nicht, seinen Einfluss auf andere Staaten auszuüben und strebe auch nicht nach einem Supermachtstatus, sagte der russische Präsident Wladimir Putin den Reportern nach seiner jährlichen Fernseh-Fragerunde, wie TASS berichtet.

„Wir suchen diesen Status nicht, weil dieser Begriff mit bestimmten Elementen verbunden ist, die den Einfluss auf andere Staaten und ganze Regionen auferlegen. Wir wollen nicht zu dem Status zurückkehren, in dem die Sowjetunion war, als sie ihren Nachbarn inklusive der osteuropäischen Länder den Lebensstil, das politisches System und den Rest auferlegte. Dies ist kontraproduktiv, zu kostspielig und hat keine historischen Zukunftsaussichten“, antwortete er auf die Frage, ob Russland jetzt eine Supermacht ist.

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Wie Putin bemerkte, werde „die bittere Erfahrung der Sowjetunion“ von bestimmten Partnern Russlands im Westen nicht berücksichtigt. „Sie machen immer wieder die gleichen Fehler, tappen in die gleiche Falle, sind Imperien und treiben ihre Politik als solche voran“, betonte der Präsident.

Putin machte damit deutlich, dass er den westlichen Imperialismus ablehnt und seine Politik vor allem auf die Interessen des russischen Volkes ausrichten will. In Moskau sieht man die Kosten eines solchen Imperiums insbesondere am Beispiel der Vereinigten Staaten, die ein kostspieliges Netzwerk an Militärbasen rund um die Welt besitzen und in sämtliche größere Konflikte involviert sind.

Eine solche militärische Überdehnung kann und will sich Russland nicht leisten. Deshalb konzentriert man sich auch nur auf die wichtigsten Krisenherde, wie zum Beispiel Syrien und im geringeren Maßstab auch Venezuela.

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1 KOMMENTAR

  1. Klare, eindeutige und vor allen Dingen richtige Worte.

    Es wird höchste Zeit, dass Europa – die EU und die europäischen Staaten, die hin zur EU und NATO lechzen – endlich aufwacht und souverän, konstruktiv mit Russland zusammenarbeitet, um gemeinsam unwiderstößliche Fakten für die eigene und gemeinsame Zukunft zu schaffen.

    Keiner weiß was mal nach Putin kommt.

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